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» Urheberverzeichnis » Ferdinand Gregorovius

Nachfolgend finden Sie alle bereitgestellten Informationen und Produkte des ausgewählten Urhebers. Neben einer ausführlichen Beschreibung und Zusatzinformationen können auch Presseberichte und zusätzliche Dateien zum Download vorhanden sein.

INFORMATIONEN

Gregorovius, Ferdinand


Ferdinand Gregorovius, Autor der bis heute unerreichten »Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter«, war der große Stilist unter den deutschen Historikern. Sebstbewusst schrieb er über sich selbst: »Ich suche Forschung und künstlerische Darstellung zu vereinigen und wünsche auch, dass man mir zugäbe, die Kunst des Erzählens zu besitzen, welche in Deutschland nicht häufig ist.«

Hadrian und seine Zeit - Wunderkammer Verlag


TEXT
Der 1821 im ostpreußischen Neidenburg geborene Ferdinand Gregorovius, Autor der bis heute unerreichten »Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter«, war der große Stilist unter den deutschen Historikern. Mit der für ihn charakteristischen Mischung aus künstlerischer Anschauung, Gelehrsamkeit und Intuition gelang ihm, was nur wenigen gelingt: Die Synthese von Kunst und Wissenschaft. Sebstbewusst schrieb er über sich selbst: »Ich suche Forschung und künstlerische Darstellung zu vereinigen und wünsche auch, dass man mir zugäbe, die Kunst des Erzählens zu besitzen, welche in Deutschland nicht häufig ist.«
Der ursprüngliche Familienname Grzegorzewski wurde vermutlich beim Wechsel von Konfession und Nationalität latinisiert. Während seines Studiums in Königsberg wandte er sich von der lutherischen Theologie ab, um sich der Philosophie und Literatur zu widmen. Der revolutionär gestimmte „48er“Gregorovius unterstützte als Redakteur der liberalen Neuen Königsberger Zeitung die polnische Freiheitsbewegung. Das Scheitern von 1848 und die ihm nachfolgende kleinbürgerliche Enge trieben ihn schließlich nach Italien, wo er seine Wahlheimat fand und wo er in 18jähriger Arbeit die berühmte mittelalterliche Geschichte Roms schrieb. 1874 siedelte er nach München über, wo er 1891 starb.
Seine Werke wurden in unzählige Sprachen übersetzt. Er war Mitglied der Bayrischen Akademie der Wissenschaften und der Accademia Nazionale dei Lincei in Rom. In Anerkennung seines Schaffens wurde er im Jahre 1876 als erster Deutscher zum Ehrenbürger Roms ernannt.


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