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» Produktverzeichnis » Buch » HERIBERT - das lustige Phrasenschwein

Nachfolgend finden Sie alle bereitgestellten Informationen für das gewählte Produkt. Neben einer ausführlichen Beschreibung und Zusatzinformationen können auch Presseberichte und zusätzliche Dateien zum Download vorhanden sein.

INFORMATIONEN
HERIBERT - das lustige Phrasenschwein

HERIBERT - das lustige Phrasenschwein - Andreas Kräft


Ein Haustier macht fette Beute


(Selbstverlag Andreas Kräft)

Referenz-Nr.: SP-24-983
Produktnummer: GB-015-0
Format: DIN A5
Umfang: 120 Seiten, Softcover
Veröffentlicht: April 2009
Erscheinungsort: Lingen (Ems)
Preis: 6,90 EUR inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
Verfügbarkeit: Lieferbar
Lieferzeit: Sofort

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Mehr aus Kategorie(n): Humor & Satire, Wirtschaft & Politik, Kunst & Kultur


BESCHREIBUNG
"NIEMAND HAT VOR, EINE MAUER ZU ERRICHTEN!"*"DIE RENTEN SIND SICHER!"*"... BLÜHENDE LANDSCHAFTEN!"*"EINE WELT, ... IN DER DIE WIRTSCHAFT EIN GEWISSEN HAT!"* sowie eine "gelenkte Demokratie". Das sind die gedroschenen Worthülsen, für die unser Heribert - das sagenumwobene Phrasenschwein - hier einmal gründlich abkassieren will.
Kurzgeschichten wahr und fast wahr, dazu Gedichte und Dokumente der Zeitgeschichte, die hier mit spitzer Feder aufbereitet werden. Ziemlich köstlich - wenn es nur leider oftmals nicht so erschreckend wahr wäre.


HERIBERT - das lustige Phrasenschwein


INHALTSVERZEICHNIS
Andreas Kräft

HERIBERT

DAS LUSTIGE

PHRASENSCHWEIN


Ein Haustier macht fette Beute

***

Wirklichkeiten mit spitzer Feder aufbereitet


***

Inhaltsverzeichnis

TEIL 1: ICH DENKE – ALSO GRINS ICH!

01. VERBRECHEN – Der vorprogrammierte Zufall 19
02. DAS PHRASENSCHWEIN – Ein Haustier
macht fette Beute! 15
03. INTELLIGENZ IM WANDEL 18
04. PHILOSOPHIE EINES PHRASENSCHWEINS 22
05. KÖNIG DER KÖNIGE 23
06. RADIO NEU-HELGOLAND – Fragen an die Redaktion 27
07. PERLENTAUCHER und maritime Hausschweine 35
08. DER ROSTLAUBENGOTT 36
09. PERLENTAUCHER UND JUWELIER 38

*
TEIL 2: GESCHICHTEN zwischen hier und dort

10. DER ÜBERSETZER 42
11. NEUE BÄLLE 46
12. DIE LÜCKENBÜßER 51
13. LIMERICKS – eine sinnlose Serie 53
14. EIN WORT AN ALLE! (Alle Gläubigen und Hausmänner) 55

*
TEIL 3: Die TRILOGIE von den eingebildeten Werten

15. DAS KLING-KLANG KONZERT 57
16. WINTERLANDSCHAFT 68
17. ZWÖLF JAHRE IM KERKER 71

*
TEIL: 4 TRILOGIE GESCHÄFTSMÄSSIGER
LÄCHERLICHKEIT

18. ELEKTROKOCHPLATTE mit Gasanschluss 77
19. DER BANKÜBERFALL 90
20. MEINE WUNDERSAME GESUNDSPRECHUNG
oder der medizinische Dienst der Krankenkassen 94

*
TEIL: 5 VERMISCHTES AUS ALLER WELT

21. DIE SIEBEN WELTWUNDER 98
22. SCHNIPSELJAGD 101
23. DER AUGENAUFSCHLAG 105
24. HIER KOMMT KURT ... – Kurt und die Herren Wirtschaftsführer 106

*
TEIL: 6 DAS GRAUENHAFTESTE ZUM SCHLUSS

25. APROPOS KINDER 114
26. EIN DIEB MIT ALIBI 118

Heribert – das lustige Phrasenschwein
Buchformat: DIN-A5, 120 Seiten, Softcover
oder auch als eBook


LESEPROBE
Leseprobe (Ausschnitt) aus:

INTELLIGENZ IM WANDEL


Nichts auf der Welt ist so gerecht
verteilt, wie die Intelligenz.
Denn jedermann meint,
dass er genug davon habe.

Diese Meinung gab der französische Mathematiker und Philosoph René Descartes (1596 – 1650) seinerzeit zum Besten. Und wir können sagen: Okay, für vierhundert Jahre zurückliegend, durchaus nicht schlecht. Wirklich brauchbar. Und wir wollen uns, mit Berücksichtigung des seinerzeitigen Erkenntnisstandes – die Kirche war gerade dabei zu entdecken, dass die Erde rund ist –, dem Manne gegenüber auch nicht als biesterige, kleinkarierte Kritiker zeigen, sondern sein Bonmot als das sehen, was es wahrhaftig war: seiner eigenen Zeit um einiges voraus.

Nichtsdestoweniger war im Hinblick auf die Abschaffung des Adels während der Französischen Revolution und die damit einhergehende Enthauptungswelle des Menschenfreundes Robespierre, die Zeit gekommen, diesen Vers, ja dieses Kleinod, in eine neuere Form zu bringen, die sich der alten als Überlegen sich zeigt. Nun dieses immensen Kraftaktes nahm sich eine mir leider bis heute unbekannt gebliebene Person an, die das innere Feuer besaß, diese Worte ins Folgende zu wandeln:

Nichts auf der Welt hat der liebe Gott so
gerecht verteilt, wie die Intelligenz. Denn
jedermann meint, dass er genug davon habe.

Wie wir sehen, hat dieser Autor es für nötig befunden, auf den Urgrund der Intelligenz hinzuweisen. Ein – in Anbetracht der gottesleugnerischen Strömungen nach 1789 – durchaus waghalsiges Manöver, im Frankreich des ausgehenden achtzehnten Jahrhunderts. Das Motiv, das den Unbekannten dazu trieb, subtil auf einen Ursprung der Intelligenz hinzuweisen, bleibt uns indes verborgen, weil der Unbekannte uns ja unbekannt ist.

In Anbetracht jenes Mutes, und auf ihn aufbauend, führte dies wahrscheinlich einen weiteren – mir übrigens mindestens genauso unbekannten – Geisteswissenschaftler dazu, die obenstehende Neuform in eine weitere noch neuere und man kann schon durchaus sagen, fast innovative Form zu gießen. Doch wenn ich sage unbekannt, dann will ich nicht verhehlen, dass Schriftproben am Originaldokument, nach neueren Laboruntersuchungen, wenn auch ohne direkte Namensnennung des Autors, dennoch ohne Weiteres auf Otto von Bismarck schließen lassen. Diese sensationelle Deutung lassen sowohl die radiometrischen Datierungen zu als auch die Art des Papiers und Konsistenz der Tinte nach 1850. Einzig, was dagegen spricht, ist ein Kaffeefleck der Marke Onko, dessen Entstehungsdatum, ebenfalls nach radiometrischen Messungen, auf die Zeit um 1975 fällt. Und so lauten denn die Worte dieses Unbekannten, den wir bei aller Vorsicht womöglich mit B i s m a r c k wiedergeben dürfen:

Nichts auf der Welt hat der liebe Gott
so gerecht verteilt, wie die Intelligenz.
Denn jedermann meint,
dass er etwas mehr habe, als der andere.

Ist es nicht Phantastisch? Und virtuos? Oh ja, es ist einfach bestechend, berückend und dabei weitaus origineller und kraftvoller als seine auch nicht schlechten Vorbilder. Und so hat diese letzte, die Bismarckversion, es mir angetan, sie bis in die Grundfesten zu analysieren. Und wir finden als Ergebnis weiterhin Erstaunliches. Denn zwar behebt diese Version nicht den Fauxpas, den vermeintlichen Urgrund aller Intelligenz benennen zu wollen, hebt aber doch den wie unvermeidlich ansteigenden Proporz an Begabung hervor. Ja stellt ihn heraus wie ein Leuchtkäfer sein Kaltlicht in einer mondlosen Nacht. Ohne Furcht. Ohne jeglichen Zweifel auch. Es ist ein Vers voller Überzeugung und Dynamik und Endgültigkeit. Und eben exakt dieser kolossale Umstand trieb mich dazu, zu überlegen, was daran verkehrt ist.



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