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Nachfolgend finden Sie alle bereitgestellten Informationen für das gewählte Produkt. Neben einer ausführlichen Beschreibung und Zusatzinformationen können auch Presseberichte und zusätzliche Dateien zum Download vorhanden sein.

INFORMATIONEN
Der FALL im HOTEL

Der FALL im HOTEL - Andreas Kräft


und andere Kriminalgeschichten


(Selbstverlag Andreas Kräft)

Referenz-Nr.: SP-24-982
Produktnummer: GB-010-0
Format: DIN A5
Umfang: 160 Seiten, Softcover
Veröffentlicht: Januar 2009
Erscheinungsort: Lingen (Ems)
Preis: 6,90 EUR inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
Verfügbarkeit: Lieferbar
Lieferzeit: Sofort

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Mehr über: Andreas Kräft
Mehr von: Selbstverlag Andreas Kräft
Mehr in Produktgruppe: Buch
Mehr aus Kategorie(n): Krimi & Thriller, Kurzgeschichten, Belletristik


BESCHREIBUNG
Sieben Kurzkrimis: Spannend, tiefgründig, originell.
Ob es die Folgen eines Arztbesuches sind
- wie in "Der neue Patient",
oder eine Beförderungs-Fete mit der Verwandtschaft
- wie in "Sanssoucci".
Ob es ein psychologisches Urlaubsdrama ist
- wie in "Nebel zwischen den Felsen",
oder eine kuriose Diebstahlsserie an begüterten Hotelgästen,
- wie in "Der FALL im HOTEL".

Stets schwebt das Erwartete und das Unerwartete wie ein Damoklesschwert über den Helden der Geschichten.


INHALTSVERZEICHNIS
DER FALL IM HOTEL

... und sechs weitere Kriminalgeschichten

von Andreas Kräft

Hoteldirektor Hurputz ist völlig aufgelöst. In seinem Fünf-Sterne-Hotel werden höchst prominente Personen dreist bestohlen. Als Polizeikommissar Spitzer eintrifft, stellt sich heraus, dass der Sicherheitsbeamte des Hotels nicht zum Dienst erschienen ist. Aber ist er wirklich der Schuldige ...? Und noch etwas anderes stellt sich heraus: Kommissar Spitzer ermittelt auf höchst eigentümliche Weise!


Inhaltsverzeichnis

1. Der neue Patient 7

2. Sanssouci 34

3. Das Glänzen in der Sonne 53

4. Nebel zwischen den Felsen 67

5. Der Fall im Hotel 113

6. Gespräch mit Max 128

7. Die Einbrecher 141

145 Seiten, DIN A5, Softcover glänzend


LESEPROBE
Leseprobe (Ausschnitt) aus

Krimi Nr. 5

DER FALL IM HOTEL


Es war 20.30 Uhr. Völlig aufgelöst schritt Hoteldirektor Hurputz neben dem Kommissar her.
»Ich bin untröstlich und außer mir, Herr Kommissar. Wie dringend legen wir all unseren Gästen nahe, den Hotelsafe zu nutzen. Und das ist doch nun wirklich keine Mühe, sehen Sie. Aber nein, diese Aristokraten und alle die sich dafür halten – na, ich möchte mitnichten über irgendjemand etwas Schlechtes sprechen – die wissen es alle besser. Alle besser!«
»Ich verstehe«, sagte der Kommissar.
»Wir sind da«, sagte Hurputz. »Zimmer 112, der erste Geschädigte. Baron von Willführ.«
Der Direktor klopfte. »Herr Baron, die Polizei«, sagte er durch die Tür.
»Kommen Sie rein!«, sagte eine mächtige Stimme.
Der Direktor und der Kommissar traten ein.
»Herr Baron – Kommissar Spitzer von der Polizei«, stellte der Direktor vor. »Herr Kommissar – Baron von Willführ.«
»Wird Zeit, dass Sie kommen«, knurrte der Baron. »Das müssen Sie sich vorstellen, Herr Kommissar. Diese Absteige hier will ein Fünf-Sterne-Hotel sein, und dabei kann man hier noch nicht mal sein Klopapier unbeaufsichtigt lassen!«
»Ich muss doch sehr bitten!«, wehrte sich der Direktor.
»Ja, und ich muss danken!«, schnaufte der Baron.
»Was ist denn genau geschehen?«, fragte Spitzer.
»Ein Sicherheitsbeauftragter dieses Hotels inspizierte heute Nachmittag die Sicherheitsanlagen. Und gegen 19 Uhr bemerke ich dann, dass meine Breitling-Uhr nicht mehr da ist. Meine Breitling mit Tourbillon.«
Spitzer schluckte. »Wo ist dieser Sicherheitsbeamte?«, schielte er zum Direktor hinüber.
»Ähem ... das ist Herr Deschner«, hüstelte der Direktor verlegen. »Er hatte sich für den heutigen Abend zwei Stunden freigenommen. Er müsste eigentlich längst wieder da sein.«
»Wert der Uhr?«, fragte Kommissar Spitzer.
»Wenigstens 150.000 Euro!«, echauffierte sich Baron von Willführ.
»Huui!«, entfleuchte es Spitzer und er Pfiff dazu. »Was für eine Marke ist das noch?«
»Breitling!«, antwortete der Baron sehr breit. »Und zwar eine mit Tourbillon.«
Doch der Kommissar schaute nach dieser Antwort auch nicht viel schlauer drein als vorher. »Ist das so was ähnliches wie Rolex?«, fragte er zuversichtlich.
»Wie was?«, griff sich der Baron an den Kopf und begann zu schwitzen. »Mann sind Sie wirklich mit meinem Fall hier betraut? Wenn Rolex Breitling wäre,« tönte der Baron, »dann wäre Rolex die Breitling für Arme!«
»Na, dann trifft es wenigstens keinen Armen, was?«, lächelte er dem Baron burschikos ins Gesicht.
»Also, ich muss doch sehr bitten!«
»Das musste der Direktor eben schon. War kein Platz mehr im Hotelsafe?«
»Nein, gewiss, nur ... genügt doch theoretisch der Zimmersafe genauso.«
»Theoretisch? Pardon, aber ich habe kein Mitleid mit Ihnen!«
»Mitleid? Ich will, dass Sie gefälligst Ihre Pflicht erfüllen!«, polterte der Baron.
»Das werde ich schon! Aber Sie hätten die Ihre verdammt noch mal auch tun sollen! Dann hätten wir das Theater erst gar nicht. Statt dessen verwahren Sie eine 150.000 Euro Uhr in diesem Kindertresor. Ich muss fast glauben, Sie haben es so gewollt. Wie sieht's denn mit der Versicherung aus?«
»Versicherung? Wollen Sie mir unterstellen ...!«
»Ja, warum denn nicht«, erwiderte der Kommissar lakonisch. »Meinen Sie, Sie wären der erste?«
Der Blaublütige rang nach Luft und musste sehr mit sich kämpfen, jetzt nicht etwas zu sagen, was man zu einem Polizisten nicht sagen darf.
»Versicherung – von wegen!«, wedelte von Willführ zerknirscht mit den Armen. »Das gibt enorme Abschläge. Laut Police bin ich verpflichtet, den Hotelsafe zu nutzen.«
»Ja, dann haben Sie ein Problem«, nickte der Kommissar. »Ich gönn's Ihnen.«
»Aber Sie werden doch den Täter finden ...?«
»Da würde ich nicht drauf wetten. Wo haben Sie denn überhaupt Ihre anderen Wertsachen?«
»Jetzt im Hotelsafe!«
»Jetzt im Hotelsafe! Na bitte, es geht doch!«, lächelte der Kommissar so herablassend, wie er nur konnte.
»Eine Frage an Sie noch, Herr Direktor: Weshalb hat Deschner die Zimmer kontrolliert?«
»Tja, eine dumme Sache«, erklärte der Direktor entschuldigend. »Wir hatten ein Problem mit einem der Zimmertresore, ein Gast war vorgestern beraubt worden: 4.000 Euro.«
»Hat der sich bei uns gemeldet? Mir ist nämlich nichts bekannt.«
»Nein nein, er ... seine Frau darf nicht wissen, dass er hier residiert hat. Sie wähnte ihn andernorts.«
»Ach ja, die schöne heile Welt«, lächelte der Kommissar breit. »Gut, dass wir Menschen alle Angehörige haben, was? Sonst wüssten wir am Ende gar nicht, wen wir erfolgreich belügen könnten. Hähähä!«, er lachte gehässig wie eine Blechtonne.
Der Direktor zog derweil ein distinguiertes Gesicht.
»Wieso eigentlich wähnte?«, fragte der Kommissar weiter. »Isser weg, dieser ... Gast?«
»Ja, leider«, sagte Direktor Hurputz. »Gleich nachdem er den Verlust bemerkt hatte, ist er abgereist.«
»Na gut, ich bin hier fertig,«, sagte der Kommissar. »Sie haben Ihre Suite wieder für sich, Herr Baron.«
Er salutierte wie ein ausgeleierter Soldat und wandte sich zum Gehen.
»Ich will meine Uhr wiederhaben!«, dröhnte der Baron hinter ihm her. »Und komm' Sie mir ja nicht mit 'ner Rolex!«



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