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| INFORMATIONEN | |
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Anthologie junger Menschen - Tom Bresemann, Enrico Keydel, Felix Wetzel, Myriam Keil, Thomas BauerMomentaufnahmen in Text & GrafikAnthologie Textsammlung (worthandel : verlag) ISBN-10: 3-935259-09-3 ISBN-13: 978-3-935259-09-5 Referenz-Nr.: SP-381-859 Format: 11x18 cm Ausstattung: Broschur Umfang: 120 Seiten Veröffentlicht: 2006 Erscheinungsort: Dresden Preis: 12,00 EUR inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten Verfügbarkeit: Lieferbar Lieferzeit: 1-2 Tage Zum Merkzettel hinzufügen Produkt weiterempfehlen Produktanfrage an den Aussteller senden http://www.worthandel.de/ajm Mehr über: Tom Bresemann, Enrico Keydel, Felix Wetzel, Myriam Keil, Thomas Bauer Mehr von: worthandel : verlag Mehr in Produktgruppe: Buch Mehr aus Kategorie(n): Buchkunst, Belletristik, Popkultur |
| BESCHREIBUNG |
| Junge Menschen im Alter von 20 bis 30 Jahren erzählen von brennenden Lunten, Handel mit Steinen, von abblätternden Tapeten zwischen Gedichten und Luft, Selbstfindung in italienischen Wortspielen und von der Suche nach dem Glück im müden Wort. Lesen Sie von Entführern und dem idealen Vater, Kants Wahrnehmung, hinausgezögertem Morgentau oder Kindheitserinnerungen in Kroatien. Lernen Sie den Arzt kennen, der Antworten auf nie gestellte Fragen gibt und zwischen alten Rosinen die merkwürdigsten Dinge erfindet. Unter anderem und so viel mehr noch. Hinter den Stimmen, zwischen den Zeilen. Und finden Sie das Mädchen, daß stets gleich und doch immer anders ist. Es könnte jeden Augenblick anfangen loszuheulen oder laut loslachen. Oder gar lautlos lachen. Muß man sich in jedem Augenblick entscheiden? Diese Anthologie ist auch eine Bestandsaufnahme junger Literatur. Man nehme zur Kenntnis, aber nehme nicht hin. Dieses Buch könnte für sich sprechen. Wenn Sie es lesen. |
| LESEPROBE |
| Felix Weigand die koryphäe außer mir sitzen noch weitere patienten im wartesaal. in meiner hand halte ich einen geladenen revolver, der doktor hat ihn mir verschrieben und gelächelt; “als prüfstein” - das waren seine worte. ich habe mich bedankt und bin seitdem am hadern. der wartesaal begleitet mich, immer schon. neben mir ein mann mit einem verband, sitzt da und murmelt rosenkränze, während sein oberkörper vor- und zurückschaukelt. das blut an seinem mund, an seinen ohren ist getrocknet. der doktor hat ihm eine unversehrte stelle verbunden in seiner weisheit. der doktor ist wirklich groß. man erwartet seinen rat, seine rechnung, die nächste audienz. der doktor sitzt mitten unter uns, sein konzept ist einfach und schlüssig: er ist krank. er lacht eine weile, eine ganze weile schon für sich hin, während wir in den leeren kladden lesen, die im wartesaal ausliegen. der doktor hat uns stethoskope verteilt und mundpflaster (er sagt, es sei eine epidemie). auf den mundpflastern steht in sehr kleiner spiegelschrift geschrieben: “ich bin nicht existenter als ein bild ohne betrachter, nicht folgerichtiger als ein vergessener einfall und nicht von größerem belang als eine insel ohne breite und länge”. wer sich vor den großen spiegel am hinteren ende des raumes stellt und die worte entziffern kann, gilt als akut geheilt... (Auszug aus dem Buch) |
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