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» Produktverzeichnis » Buch » Was macht dich schön

Nachfolgend finden Sie alle bereitgestellten Informationen für das gewählte Produkt. Neben einer ausführlichen Beschreibung und Zusatzinformationen können auch Presseberichte und zusätzliche Dateien zum Download vorhanden sein.

INFORMATIONEN
Was macht dich schön

Was macht dich schön - Felix Wetzel, Enrico Keydel (Hrsg.)


Erzählungen & Dichtung


(worthandel : verlag)

ISBN-13: 978-3-935259-17-0
Referenz-Nr.: SP-381-857
Format: 13x21 cm
Ausstattung: Broschur
Umfang: 112 Seiten
Veröffentlicht: 2007
Erscheinungsort: Dresden
Preis: 14,90 EUR inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
Verfügbarkeit: Lieferbar
Lieferzeit: 1-2 Tage

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Mehr über: Felix Wetzel, Enrico Keydel
Mehr von: worthandel : verlag
Mehr in Produktgruppe: Buch
Mehr aus Kategorie(n): Belletristik, Kurzgeschichten, Popkultur


BESCHREIBUNG
Mit wortakrobatischer Leichtigkeit hangelt Felix Wetzel sich
durch alltägliche Begebenheiten, die sich durch seine
BeSchreibung zu geschliffenen Erinnerungen verwandeln.

Dem jungen Autor (Jahrgang 1982) gelingt es, uns mit seinen Worten nachdenklich zu machen und läßt uns Momente lang innehalten. Scheinbar banale Begebenheiten vermag er mit gekonnten Wortspielen in poetischen Texten einzufangen.


LESEPROBE
Jeder Sommer beginnt mit einem Frühling.
Und weil wir beide den Winter so satt hatten. Den
Frost in den Augen. Und den pappigen Schnee von
gestern auf den Zungen. Beschlossen wir, einiges von
unserer Blütezeit gemeinsam zu verbringen. Später
nannten wir uns gegenseitig nur noch die und der
Knospe.

Wir platzten vor Neugier. Und strichen uns das
Streugut aus den Augenwinkeln. Das Salz von den
abgescheuerten Wangenknochen. Rissen den März und
den April auf einmal vom Kalender. Und schrieben uns
kleine Botschaften auf das sinnfrei gewordene Papier.
In den ersten Nächten war es noch recht kalt. Also
wärmten wir die Laken mit handlicher Weißglut und
verbrannten uns die Fingerkuppen dabei. Die Sonne
kühlte uns am Morgen die müden Nacken. Und
irgendwie sahen wir uns allmählich aus anderen Augen.
Dem Blau wich die Glut.
Die Tage wurden länger. Reichten jedoch noch immer
nicht aus. Wir streckten die Zeit mit durchwachten
Nächten. Aber ich spürte die Uhr von innen gegen
deinen Hals schlagen. Ein jeder Finger war plötzlich
Sekundenzeiger. Und wir wussten. Wir hatten viel zu
verlieren.

Später dann versorgten wir das Haus nächtelang mit
Nah- und Fernwärme. Und unsere Stimmbänder
schnipsten den Nachbarn an die Scheiben. Wir
atmeten so schnell. Dass sie sich langsam daran
gewöhnten. Und niemand mehr schlief. Bevor wir
beide nicht tief Luft aus dem anderen geholt hatten.
Im Juli dann waren die Blüten von uns gefallen. Und
es wuchs uns saftiges grün aus den Ohren. Die Schöne
fragte mich einmal mit einem einzigen Anblick. Ob wir
beide nach dem August Früchte tragen könnten. Und
ich nahm die fauligen Pflaumen aus meinem Brustkorb
und legte sie dafür hinein. Wir machten uns was
Fruchtiges vor.

(Auszug - weiter im Buch)



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