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| INFORMATIONEN | |
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Hot Topic - Sonja Eismann (Hrsg.)Popfeminismus heute(Ventil Verlag) ISBN-10: 978-3-931555-75-7 ISBN-13: 978-3-931555-75-7 Referenz-Nr.: SP-1-626 Format: 14 x 19,5 cm Ausstattung: Broschur, mit Abb. Umfang: 304 Seiten Veröffentlicht: 2007, 2. Aufl. 2008 Erscheinungsort: Mainz Preis: 14,90 EUR inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten Verfügbarkeit: Lieferbar Lieferzeit: Sofort Zum Merkzettel hinzufügen Produkt weiterempfehlen Produktanfrage an den Aussteller senden Jetzt bestellen bei Amazon.de Mehr über: Sonja Eismann Mehr von: Ventil Verlag Mehr in Produktgruppe: Buch Mehr aus Kategorie(n): Popkultur, Sachbuch, Frauenliteratur |
| BESCHREIBUNG |
| Frauen porträtieren ihre Lebensrealitäten zwischen Abtreibung, Indie-Mutterschaft, Prekariats-Boheme, queerem Coming-of-Age, Schönheitsterror und Exotinnendasein im Musik- und Medienbusiness. Seit der konservative Backlash offen in Form von neuem Gebärzwang und alten Hausmütterchen-Doktrinen zutage tritt, besinnt sich sogar der Mainstream wieder auf die Notwendigkeit des Feminismus. Dabei wird gerne übersehen, dass es abseits des gemäßigten Feuilleton-Bekenntnisses zur Geschlechtergleichheit eine Menge junger Frauen gibt, die sich den radikalen »Luxus« eines feministischen Bewusstseins leisten und diesen in verschiedensten Formen leben. In Anlehnung an die Vielzahl anglo-amerikanischer Textsammlungen, die hierzulande immer noch ihresgleichen suchen, destilliert dieser anekdotisch angelegte Reader die gesellschaftspolitische Aussage aus dem privaten Erleben und knüpft damit dort an, wo vor beinahe zehn Jahren der bis jetzt einzigartig gebliebene Band »Lips Tits Hits Power« aufgehört hatte. |
| INHALTSVERZEICHNIS |
| Album Cordula Thym: I’M HERE, I’M QUEER, UND JETZT? Homophobie ist eine Strategie Julia Roth: FRAUENKÖRPER – MÄNNERSACHE? Ein feministischer Blick auf Verhütungspraktiken Sarah Diehl: AUCH DAS GEHÖRT ZUM LEBEN DAZU. Der Schwangerschaftsabbruch: das vernachlässigte Thema Elena Stöhr: I FELT LIKE I HAD SHATTERED INTO A MILLION PIECES. Grrrl Zines und sexualisierte Gewalt Christiane Erharter: ICH HABE ABGETRIEBEN! Weil Biologie nicht Schicksal ist Vina Yun: HARDCORE MIT HERZ. Beobachtungen zum D.I.Y.-Porno Li Gerhalter: WIE ANGORA. Körperbehaarung ist out – und krause Politik Sarah Diehl: PRO-ANA WEBSITES. Selbstbestimmung in der anorektischen Selbstaufgabe Ina Freudenschuss: MEIN KÖRPER, DER NEOLIBERALE KITT. Essstörungen als gesellschaftliches Symptom Birgit Binder: LANG LEBEN DIE KÖNIGE! Vom Ereignis des ›Kingen‹ Verena Kuni: CYBERPOPFEMINISMUS. Nutzen und Nachteil des Popfaktors von/für Cyberfeminismus Chris Köver: COUCH-POLITIK. Wo in TV-Serien in puncto Feminismus was zu holen ist Christiane Rösinger: WANN? IST EGAL, ICH HABE IMMER ZEIT! Das Leben der Lo-Fi-Bohème Katja Röckel: TAKE A SEAT AND LISTEN! Mrs. Pepsteins Welt im freien Radio Elke Zobl: WEIL WIR ES SATT HABEN! Grrrl Zines als Ort der Selbstbestimmung Stephanie Müller: PUTTING THE F-WORD ON THE FASHION MAP. Wenn Mode radikal wird Bettina Mooshammer: Eva Trimmel, LADYFEST CAN SAVE YOUR LIFE! Ladyspace als Strategie feministischer Raumproduktion Pia Thilmann: SPIELREGELN FÜRS MÄNNERMIMEN. Drag Kings in der Populärkultur Britta Hoffarth: BABY, BE MINE. Mutter-Sein und D.I.Y.-Musik – persönliche Widersprüche Raphaela Kehl: Julia Wacker, Eva Zulauf, MIMIKRY. Sommermärchen – eine optische Täuschung Julie Miess: LEMMY, I’M A FEMINIST. But I Love You All The Way Jutta Sommerbauer: KEIN KONFLIKT, NIRGENDWO. Gender und Feminismus zwischen Ost und West Karin Harrasser: WUNSCH, FEMINISTIN ZU WERDEN. Nahräume politischen Handelns Ute Hölzl: MEIN GANZ PERSÖNLICHES F-WORT. Feminismus und Fußball Pauline Boudry: WE ARE THE FRONT OF LUXURY. Die Band-Politics von Rhythm King And Her Friends Clara Völker: PLATTEN STATT SCHMINKE AUFLEGEN. HipHop und Feminimus Rosa Reitsamer: ROAD TO NOWHERE. Weiße Männlichkeitskonstruktionen im Rock und Pop Barbara Schulz: DAS KLINGT JA SCHON GANZ ORDENTLICH! Erfahrungen in Bandkontexten Comics |
| LESEPROBE |
| »Hot Topic« ist ein Song der Band Le Tigre und der Name einer amerikanischen Bekleidungskette. In »Hot Topic« von der Band Le Tigre geht es um Vorbilder, die FeministInnen inspirieren, trotz aller Widrigkeiten weiterzukämpfen. Die börsennotierte Klamottenmarke »Hot Topic« rühmt sich damit, als erste »rock-inspired clothing« und »music-infl uenced accessories for teens« in rauen Mengen in die amerikanischen Malls gebracht zu haben. – Hier die Utopie, da die Ware. Ein Widerspruch, der wie ein beinahe ironischer Antagonismus erscheint. Und doch bringt er das Spannungsfeld, in dem sich auch dieses Buch bewegt, prägnant auf den Punkt. Während auf der einen Seite die immer noch misstrauisch bis hasserfüllt beäugte Bewegung des Feminismus’ aufgrund stets neu befeuerter Assoziationen von »Unattraktivität« und »Verbissenheit« wie die letzte Bastion der Unvermarktbarkeit wirkt, werden auf der anderen Seite die ihrer Inhalte entleerten ›coolen‹ Codes der popkulturell aktiven Feministinnen unbekümmert in den Markt eingespeist. Bestes, ad infi nitum wiederholtes Beispiel: die Mutation vom feministisch-punkigen Riot Grrrl zum konsumfröhlichen Spice Girly in den 1990er-Jahren. Aber auch Le Tigre, die Poster Girls einer neuen feministischen Revolution, werden als positive musikalische Referenz auf Websites erwähnt, die sich ansonsten hauptsächlich damit beschäftigen, in welchen Moskauer Puffs sich amerikanische Expats besonders kostengünstig Prostituierte kaufen können. Das Dilemma der Popkultur, das so alt ist wie die Popkultur selbst, hat nun auch den Feminismus erreicht, nachdem der es endlich geschafft hat, durch seinen zähfl üssigen Einzug in die Popkultur ganz andere RezipientInnen zu erreichen. Aber dennoch und gerade deshalb: Dass man im deutschsprachigen Raum in Bezug auf neuere Feminismen gerne von ›Popfeminismus‹ spricht, heißt nicht, dass es keinen Widerstand mehr zu formulieren gebe. Und wenn an verschiedenen Stellen immer wieder gefordert wird, Feminismus müsse glamourös werden, dann gilt es auch innerhalb des hegemonialen Systems Pop zu korrigieren: Er muss dürfen, aber er darf nicht müssen. Nicht die viel strapazierte weibliche Haut muss wieder zu Markte getragen werden, um der Oberfl äche Pop mit einer adäquat zugerichteten femininen Oberfl äche das Prinzip Feminismus schmackhaft zu machen, sondern umgekehrt sollte Popkultur durch feministische Strategien perforiert und erschüttert werden. |
| PRESSE |
| »So inspirierend und relevant war schon ganz lange nichts mehr. Wer im Feminismus-Diskurs am Laufenden sein will, kommt an diesem Reader nicht vorbei.« (Linus Volkmann in the gap) »›Hot Topic‹ [...] ruft selbstbewusst zu mehr medialer Präsenz des popbezogenen Feminismus auf. Eine attraktive Vorstellung.« (Dörte Miosga in Intro) »Eismann sieht speziell für den Feminismus gerade jetzt Potenziale von Widerstand und wählt den produktiven Weg. Das gefällt.« (Christoph Jacke in de:bug) |
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