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Nachfolgend finden Sie alle bereitgestellten Informationen für das gewählte Produkt. Neben einer ausführlichen Beschreibung und Zusatzinformationen können auch Presseberichte und zusätzliche Dateien zum Download vorhanden sein.

INFORMATIONEN
Acapulco Gold

Acapulco Gold - Anselm Umwohl


70er Jahre Rundbuch-Collage


Das magische Buch
(nADA-Autorenverlag)

ISBN-13: 978-3-937391-01-4
Referenz-Nr.: SP-131-519
Gewicht: 3.750 kg
Ausstattung: Rundbuch mit Hutschachtelcover auf Metallständer
Umfang: 736 Seiten + 35 Farbtafeln + 13 SW-Tafeln + Spiegel
Veröffentlicht: 2006
Erscheinungsort: Kastl bei Amberg
Preis: 143,80 EUR inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
Verfügbarkeit: Lieferbar
Lieferzeit: 2-3 Tage

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Mehr über: Anselm Umwohl
Mehr von: nADA-Autorenverlag
Mehr in Produktgruppe: Buch
Mehr aus Kategorie(n): Belletristik, Buchkunst


BESCHREIBUNG
Gehen Sie in dieses Buch wie durch ein Tor! Durch ein Tor durch das Sie noch nie gegangen sind! Gehen Sie hinein und irgendwann bemerken Sie: Sie waren immer schon drin. Acapulco Gold ist ein unendliches Buch und reich. Birgt es die Schätze einer untergegangenen Welt. Es hallt noch die spröde Melancholie der späten Sechziger durch die Seiten, hip seiend tut sich auf die Renaissance schöner Geschichten, Suche nach der vollendeten Poesie, hoch und luftig, während tief unten psychodelische Welten gründen. Sichtbar werden Endzeitbilder und die Begründung einer Religion der Erde und des Lebens. Eine neue Bildersprache entsteht, anarchistisch wie die Geschichten all. Es sind eigene Gesetze, denen sie gehorchen: die Gesetze der inneren Welten und des Universums...


LESEPROBE
Mit grauem Schiefer bedecktes Dächerchaos. Schornsteingedrohe hat überall gleich rußigen Charakter. Hitze in der Sommerzeit. Paris von oben! Die Welt von oben! Wir fliegen wiedert. Du grinst und nimmst mich an der Hand. Verstehen willst du nicht, oh nein - laß mich gehen!
Und da die Schutthalden mit den grasüberwucherten Mauertrümmern und der heilsamen Kamille dazwischen; Szene voll im Sonnenlicht. Fünfziger Jahre. Deutsche Aufbauleute. Deinen Zeigefinger tu von meinen Lippen!
Und da die Eisenbahngleise nahe dem vergammelt schlummernden Provinzbahnhof. Heißer Sommersonntag in Weiß. (Du lebst in deiner weißen Welt!) Auf den Gleisen Spielzeugzüge. Über die Schwellen Sackhüpfen. Und die Zeit turnte zweimal und dann nocheinmal.
Die Welt von oben! Schräg nach unten verlaufende Linien: Schlote der nahen Eisenhütte, zerbombte graue Hochhaustrümmer. Aber es scheint die Sonne. Und meist ist es Sonntag. Das Jahr 48 oder 56... (Messe für Bona Dea, Geschichten und Gedichte)

Angetreten meine lange Reise hatte
als die Kleine Wolke begleitend mich
zu einem Guthof kam gegen Abend hin
unter fruchttragenden Bäumen.
Da erklang eine Trompete feierlich verhalten
und eine Frau im gelben Kleid fast noch ein Mädchen
wiegte ihr Kind,
die Abendsonne beschien sie beide –
ich wußte nun
recht sein mein Weg würde;
die Kleine Wolke verweilte
über der Szene letzten Tags Feuer eine Weile... (Götterlinge, Roman)

Eigentlich wollt ich ja ein bißchen Raum innewohnen ein Balkon wie hoch über all den Kleingärtnern. Unverglast ein Stück Licht noch eben. Aber unbarmherzig kalt so ein Hauch der zu Fall das erste Blatt brachte. Eine Tür schlägt. Und zurück im Raum bin ich und nicht schon steif meine Hand werde bevor unruhig erste Worte unschuldiges Papier. Schwarzweißkörner ein Bild heut morgen mein Körper im Spiegel als fort die Nacht war und doch keine Sonne schien. Jung dieser Körper verblieben und jung dieses Blatt leergefegt aufm Platz da. Drüber verschleiernd bleiche Sonne beleuchtet lebendige Träume toter Menschen Kastenkopf an Kopf ach so wichtig jeder drin sein Scheißewerk dort tut sich nichts. Oh nein. Und nicht töten mich die Strahlen sollen dieser fiesen Montagmorgensonnen... (Am Ende der Reise, Roman)

Es ging darum, den kommenden Tag zu leben als wär er vergessen. Ein Raumfahrer erschien. Wir wollten Blutsbrüderschaft schließen, dann kamen uns Bedenken von wegen der Sterilität.
Lächelnd schleicht ein Kind ums Haus: kommt so der neue Tod... Schau ich blühe so schön! Ich weiß, es ist mein Verderben wenn mich du pflückst. Ich weiß um deinen Schmerz.
Inseln treiben immer weiter voneinander... Alle Räder beschleunigten ins Nichts. Lächeln gefror auf den zuversichtlichsten Gesichtern... Und wollte der Musikaufleger, war Jesus ihr Freund.
Und wollte Jesus, trug sie die Frucht für eine neue Welt. Noch war die Zeit der Rosen. Noch schmerzten ihre Dornen so schön... Noch blieb man sich beim Ausweichen nah.
Vertrau darauf, ganz fest, und tu sonst nichts - du wirst erlangen wonach du dich sehnst... Mit ihr schreiten die da trägt die Frucht. Wenn nichts mehr ist zum Ausweichen... Keine Ranke, kein Dorn, nichts... (Ein Hauch von einer andern Welt, Geschichten und Gedichte)

In der Erde eine Naht. Sie reißt, und dann pressen beide Hälften wieder. Das Wasser vom Ozean brodelt und sein Gischt würde Eier kochen im Hinterland, gäb es so etwas noch. Doch dies sind Requisiten einer längst verflossenen Zeit. Glühende Berge türmen sich aus dem Meer. Es verdampft. Die Spalte wird unübersehbar. Sie lag auf dem Hinterland, zwischen zwei Anhäufungen von Behausungen. Die Leute möchten zum Feinsliebchen, zur Muttern und zu den Tanten. Für die Luftspringereien ein gefundenes Fressen am Rand der ausgebrannten Giganten. Jeden Tag wird der Weg weiter, höher der Preis. Denkst du an deine einstige Geliebte? Den Weg zu Fuß an kochenden Kanälen entlang? Um die Wette mit den Prozessionen fürs letzte Ticket? Bald geht gar nichts mehr. Brodelnder Ausfluß der Erde versperrt dir den Weg...
"Was ist der Preis? Ich bin kaum verseucht, ein Stiick meiner Hinterbacke, ganz ohne Plasticteile - ein vollkommener Genuß." - "Wir sind vollgefressen, fahr zur Hölle, verdammter Kerl!" – „He, meint ihr wirklich, Feinsliebchen treibts mit dem Satan?" – „Ja, deswegen laß deinen Pimmel hier: für dich das überflüssigste Glied, und wir brauchen jeder zehn um die gestiegenen Fahrpreise einzustreichen der sehnsüchtigen Weiber." (Das Buch der neuen Zeit, Geschichten und Gedichte)


PRESSE
Unendliche Collage der Siebziger
Autorenverlag aus Kastl bei Amberg präsentiert in Leipzig ein Buch ohne Anfang und Schluss

Kastl bei Amberg. Seit 550 Jahren erscheinen Bücher zwischen zwei Deckeln. Das ist nun nicht mehr selbstverständlich. Auf der Leipziger Buchmesse, die mit einem Besucherrekord zu Ende ging, sorgte das erste Rund-um-Buch für Aufsehen. Vorgestellt wurde das "rundeste Buch aller Seiten" vom nADA- Autorenverlag aus Kastl (bei Amberg) in Halle 5 unter dem Titel "Acapulco Gold" von Anselm Umwohl.

"Das gibt's ja nicht!" - überraschte Bücherfans blätterten begeistert durch die 70-er Jahre Collage und lob ten die "verrückte Idee". Verleger Manfred A. Kugler präsentierte das unendliche Buch in einzigartiger Form auf Metallständer mit Lesehilfe für Rechts- und Linkshänder. Die limitierte, handnummerierte Auflage, passend zum Ausstellungskonzept "buch + art" mit ansprechend gestaltetem Coverrund - vielfach auch als "Hutschachtel" bezeichnet - ist ein Schmuckstück für jede Bibliothek.

"Gehen Sie durch dieses Buch wie durch ein Tor! Durch ein Tor, durch das Sie noch nie gegangen sind!" In der Veranstaltungsreihe "Leizpig liest" stellte Manfred A. Kugler in Halle 5 neben Prominenten wie Heiner Lauterbach und Roger Willemsen seine Neuerscheinung vor und fesselte die zahlreichen Zuhörer...

Oberpfalznetz 2006



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