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» Produktverzeichnis » Buch » GORGOPOLIS I - Tyrannei und Untergang

Nachfolgend finden Sie alle bereitgestellten Informationen für das gewählte Produkt. Neben einer ausführlichen Beschreibung und Zusatzinformationen können auch Presseberichte und zusätzliche Dateien zum Download vorhanden sein.

INFORMATIONEN
GORGOPOLIS I - Tyrannei und Untergang

GORGOPOLIS I - Tyrannei und Untergang - Andreas Kräft


Labyrinth der Unmenschlichkeit


Taschenbuch
(Selbstverlag Andreas Kräft)

Referenz-Nr.: SP-24-363
Produktnummer: 001-0
Format: DIN A5
Ausstattung: Taschenbuch, Softcover glänzend
Umfang: 252 Seiten
Veröffentlicht: 2005
Erscheinungsort: Lingen/Ems
Preis: 8,50 EUR inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
Verfügbarkeit: Lieferbar
Lieferzeit: Sofort

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Mehr über: Andreas Kräft
Mehr von: Selbstverlag Andreas Kräft
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Mehr aus Kategorie(n): Belletristik, Gesellschaft, Humor & Satire


BESCHREIBUNG
Das bewegende Schicksal der Brüder Felix und Jakob, die alles daransetzen aus einer so gewaltigen wie bedrohlichen Stadt zu fliehen.


INHALTSVERZEICHNIS
LABYRINTH DER UNMENSCHLICHKEIT
Vorwort
0. Ein Kapitel das noch gar nicht dran ist ...
Erster Teil
Zwei Brüder ... und die Wunden des Lebens
1. Nur ein einfacher Junge ... 9
2. Familie Schachner 17
3. Die Stadt des Elends und Frau Lampe 52
4. Die Bremer Stadtmusikanten 63
Zweiter Teil
Im Labyrinth einer gigantischen Stadt
5. Frau Schachners Tod 79
6. Titanenhaftes Ungetüm
oder: (Begegnung mit einem Buchhändler) 91
7. Das Ei des Kolumbus 110
8. Die Brücken werden abgebrochen 117
9. Der große Ring der Seelen
oder: (Das Ringen mit sich selbst) 121
10. Pension Seelenfrieden 135
11. Niemandsland – oder: (Der Kampf geht weiter) 142
12. Klemens und das Thenidaer Heimatlied 158
13. Klemens' Erzählungen 168
14. Klemens berichtet von GORGO und Medusa 202
15. Die Prozessionsankündigung 213
16. Brüder unter sich
o der: (Streit um einen verwegenen Plan) 2 20


LESEPROBE
Nun stand er hier und wollte doch gar nicht nach Hause. Wie konnte es nur angehen, dass er, der sich in seiner Niedergeschlagenheit mit allen Fasern dagegen sträubte heimwärts zu gehen, nun doch vor jenem Hause stand? Es war ihm nicht erklärlich. Etwas Unbekanntes,
Ungreifbares, musste ihn zur elterlichen Wohnung hingezogen haben. Wie eine mächtige magnetische Kraft. Es war schon nachmittag. Widerwillig stieg er die Treppe zum 1. Stock empor, blieb vor der Wohnungstür stehen, las den Namen ‘Schachner’ und zögerte. Ihm schauderte. Ihm schauderte vor seinem eigenen Namen. Unzählige Male
war er beim Heimkommen von seinem Vater mit bösen Worten und Faustschlägen empfangen worden. Unzählige Male. Felix hatte Angst. Sollte er die Tür öffnen? Sollte er sie wirklich öffnen? Er zog den Schlüssel heraus. Sollte er ...? Ihn überkam soviel Angst, dass er nicht weinen konnte. Zitternd steckte er den Schlüssel wieder ein. Er fürchtete
sich. Er fürchtete sich, obwohl er wusste, dass ihm diesmal nichts passieren konnte. Nein, diesmal nicht. Hatte er doch seinen Vater selbst gesehen. Noch vor wenigen Stunden. In diesem Krankenhaus. Ein hilfloses, dem Tode geweihtes Wrack. Letzte Nacht eingeliefert. Ohne Hoffnung. Felix' Vater lag im Sterben. Es war nicht so, dass sein Leben
am seidenen Faden hing. O nein! Es war aus. Endgültig aus. Immer wieder traten die unaussprechlichen Bilder hervor, die sich dem Jungen unauslöschlich eingeprägt hatten. Sein Vater, vom Tode gezeichnet auf der Intensiv-Station. In der bedrohlich piepen- und fauchenden Aura
des ‘hier lebst du oder nirgends’. Felix erschauerte wiederum. Er sah diesen eingefallenen Menschenkörper vor sich, den man – angeschlossen an Infusionen und unzählige Schnüre, Kabel und Apparate – kaum wiederzufinden vermochte. Doch weder die Monitore
noch die Lebenserhaltungsmaschinen, das war sicher, würden auch nur das Geringste am vorprogrammierten Ausgang ändern. Unausweichlich schwebte der Tod mit im Raum. Und unausweichlich würde er die Oberhand behalten. Er war so gegenwärtig, als sei er mit Händen zu
greifen. Und so endgültig wie ein sich neigender Tag. Die Sonne würde verlöschen – und dieses Leben nicht weniger. Felix weinte. Er weinte sehr. Aber weswegen denn nur? War dieser Vater etwa ein Verlust? Musste man um solch einen Tyrannen trauern? Felix konnte keine Fragen beantworten, aber er hatte Gefühle. Und die Gefühle trauerten, da konnte man nichts machen. Irgendwie, dachte er, sei sein Vater nun so schlecht auch wieder nicht gewesen. Nein, so schlecht war er nicht. Es gab ja auch gute Tage. Manchmal richtig schöne Momente. Das kam
vor, wenn Vater nicht trank. Dann konnte man herrlich mit ihm spielen. Sogar mit ihm toben. Dann konnte man sich Witze erzählen, lachen, und kitzeln. Dann erzählte Vater auch schon mal spannende Geschichten aus seiner Kindheit. Und dabei entging es Felix nicht, dass
auch Papa – ja, in Gedanken nannte Felix ihn jetzt zärtlich Papa –, nun, dass auch er es in seiner Kindheit wirklich nicht leicht hatte.


PRESSE
"Die Bücher [GORGOPOLIS] sind packend geschrieben, ... die Anspielungen auf heute und jetzt beklemmend ..."

"Kräft verfügt über eine grandiose Vortragsbegabung sowie eine kunstvolle, wandelbare Sprache ..."

(Lingener Tagespost)



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