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» Produktverzeichnis » Buch » LUCIUS und der unauffindbare Herr Professor, Novelle

Nachfolgend finden Sie alle bereitgestellten Informationen für das gewählte Produkt. Neben einer ausführlichen Beschreibung und Zusatzinformationen können auch Presseberichte und zusätzliche Dateien zum Download vorhanden sein.

INFORMATIONEN
LUCIUS und der unauffindbare Herr Professor, Novelle

LUCIUS und der unauffindbare Herr Professor, Novelle - Andreas Kräft


Unerhörte Geschichte um einen Menschen. Einen ...?


Taschenbuch
(Selbstverlag Andreas Kräft)

Referenz-Nr.: SP-24-362
Produktnummer: 004-0
Format: 19x12 cm
Ausstattung: Softcover
Umfang: 124 Seiten
Veröffentlicht: 2005
Erscheinungsort: Lingen / Ems
Preis: 6,50 EUR inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
Verfügbarkeit: Lieferbar
Lieferzeit: 1-2 Tage

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Mehr von: Selbstverlag Andreas Kräft
Mehr in Produktgruppe: Buch
Mehr aus Kategorie(n): Belletristik, Krimi & Thriller, Philosophie & Psychologie


BESCHREIBUNG
LUCIUS Hoffman gerät in Fänge, aus denen ihn nur einer wieder befreien kann - der berühmte Rechtswissenschaftler Professor Lichtgeber. Doch ausgerechnet jetzt ist der wie vom Erdboden verschwunden. Lucius hat keine Wahl und macht sich auf die Suche nach seinem vermeintlichen Retter, und versinkt immer tiefer in einem Morast aus Intrige und Bedrohung ...


LESEPROBE
Die dänischen Straßennamen konnte er kaum lesen und die Straße schon gar nicht finden. Er nahm ein Taxi und ließ sich fahren.
Es war 13:30 Uhr, als er dem Taxi an der vorgegebenen Adresse entstieg. Er gehieß dem Taxifahrer auf ihn zu warten und begab sich in den – er zählte sie – 168 Briefkästen umfassenden Wohnkoloss. Ihm blieb die Spucke weg, als er in den stickigen Hausflur trat. Was ein Gestank! Abartig. Liebetreu wohnte im neunten Stockwerk. Dem neunten von einundzwanzig Stockwerken. Der Aufzug öffnete sich so quietschend und rumpelnd, wie es das Maul des kanaanitischen Molochs nicht geringer getan hätte. Zehn Herrschaften entstiegen dem ungeheuerlichen Vehikel. Herrschaften, die man in den Kreisen von Lucius als A- bis C-Soziale bezeichnet hätte. Beklommen stieg Lucius ein. Rumpel rumpel rumpel ächzte ihn der Personenaufzug in die stickige Luft der neunten Etage. Es war widerlich. Und natürlich war es die letzte der acht Türen, an denen sich der Name Liebetreu zeigte. Er klingelte. Er klingelte nochmal. Er klingelte wieder und wieder, und schließlich klingelte er Sturm.
»Mann was ist denn los, Kleiner?«, ging da die Tür von gegenüber auf, aus der eine verlotterte, riesige, halbbesoffene Gestalt herauslugte, die wie ein Zyklop der griechischen Sage nur ein Auge richtig aufkriegte, weil das andere waidwund verklebt war. Der Riese schwenkte grüßend mit 'ner Buddel dänischen Bier's, um sich dann dieselbige – nämlich die Buddel – fast senkrecht kopfüber in das schmierige Maul seines verquollenen Lederjackenaristokratenantlitzes zu entleeren.
Lucius fühlte sich gar nicht gut mit diesem Herrn gegenüber. »Ich suche Herrn Liebetreu«, sagte er artig. Dabei fiel sein Blick in die gut durchrümpelte Behausung.
»Hey! Komm mal her!«, rief da die Lederjacke hinter sich. »Da steht einer an deiner Tür und sucht Herrn Liebetreu!«
Lucius schaute gespannt, welcher edle Herr ihm denn nun aus dem Gerümpel entgegen streunen würde.
Und im nächsten Moment erschien eine einstmals hübsche Frau mit einer Lederjacke ähnlicher Güte und vor allem mit gelben, fauligen, abgebrochenen oder gleich ganz fehlenden Zähnen. »Hallo Süßer!«, begrüßte das Faulgebiss unseren Lucius.



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