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| INFORMATIONEN | |
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Hurensohn - Sabine M. KrämerBelle Tristesse (Theaterhefte) (Ventil Verlag) ISBN-10: 978-3-930559-2-75 ISBN-13: 978-3-930559-2-75 Referenz-Nr.: SP-1-33 Format: 14,5 x 21 cm Ausstattung: Broschur Umfang: 18 Seiten Veröffentlicht: 1. Aufl. 1996 Preis: 5,11 EUR inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten Verfügbarkeit: Lieferbar Lieferzeit: keine Angabe Zum Merkzettel hinzufügen Produkt weiterempfehlen Produktanfrage an den Aussteller senden Mehr über: Sabine M. Krämer Mehr von: Ventil Verlag Mehr in Produktgruppe: Buch Mehr aus Kategorie(n): Belletristik |
| BESCHREIBUNG |
| Ein kurzer lyrischer Text der 1972 in Trier geborenen Würzburger Autorin Sabine M. Krämer (Vor Morgen) mit ausgeprägt filmischen Qualitäten, der den Vater-Mutter-Konflikt in starken Bildern aus der Sicht des Kindes schildert. |
| PRESSE |
| »Ein dreiteiliges Poem, ja eher ein Monolog, den man sich aufgrund seiner Struktur gerne als mehrstimmiges Hörspiel vorstellt. Es sind Visionen und Erinnerungen eines Knaben, der von seinem Vater im Körbchen abgeholt wird jenseits der Grenze, bei einer Frau, auf deren ›rundem Hintern‹ die Augen des Mannes gerne ruhten. Das Moses-Motiv der Aussetzung wird verdreht, wird umgekehrt zum Bild der Heim-Suchung, einer ungewissen Heimkehr. Verborgen in Wiederholungen und Variationen sind Kristallisationen intimer Momente der Geborgenheit: ›In der Nacht passiert es, dass ich ganz kurz in seinen Pupillen wohne‹. Gerade durch die Beschränkung im Wortmaterial und die Übersichtlichkeit der Satzfügungen gewinnt der Text in Verbindung mit den Zeilenbrüchen Assoziationsfähigkeit und Dichte zugleich. Der Text kann über weite Strecken fesseln, und man wünscht ihm eine einfallsreiche akustische Realisation.« (Klaus Weigel in Passagen) »Das lyrische Drama der Martha-Saalfeld-Preisträgerin von 1995 ist große Literatur. Der Begriff ›Literatur‹ ist eigentlich ebenfalls Betrug, denn der Text folgt musikalischen Gesetzen. ›Hurensohn‹ ist ein Klagegesang über den Zweifel an der eigenen Herkunft und die Abhängigkeit allen Selbstbewusstseins vom eigenen Mutterschändervater. Das Muttermal wird so zum Vatermal, zum Kainszeichen. Das sprechende Kind verfängt sich in rhythmischen Repetitionen und Variationen, in der eigenen konstruierten Wirklichkeit. Die Stärke Krämers liegt in einer hypnotischen Behandlung von Sprache. Formal bis ins Detail durchgearbeitet, gerät der Text nie in Gefahr, zur bloßen rhetorischen Seifenblase zu werden. Die Kargheit zeugt deshalb nicht von einem Mangel an Stoff, sondern von einer maximalen Verdichtung desselben. Der Preis von Literatur bemisst sich nicht nach Seitenmenge und Kilogramm, sondern nach ihrem inneren Gewicht. In diesem Sinne ist ›Hurensohn‹ das reinste Schnäppchen.« (Tobias Rausch in GrauZone) |
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