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Nachfolgend finden Sie alle bereitgestellten Informationen für das gewählte Produkt. Neben einer ausführlichen Beschreibung und Zusatzinformationen können auch Presseberichte und zusätzliche Dateien zum Download vorhanden sein.

INFORMATIONEN
Das Schwere annehmen…

Das Schwere annehmen… - Karin Afshar


... und das Leichte ernten


(Khorshid Verlag)

ISBN-10: 3-937194-07-x
Referenz-Nr.: SP-19-217
Format: 12 x 18 cm
Ausstattung: gebunden, Hardcover
Umfang: 80 Seiten
Veröffentlicht: März 2006
Erscheinungsort: Frankfurt
Preis: 9,90 EUR inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
Verfügbarkeit: Lieferbar
Lieferzeit: 1-2 Tage

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BESCHREIBUNG
In Gedichten, Aphorismen und Geschichten wird das Leben, die Jugend, das Alter und die Beziehung zu anderen betrachtet. Eine Bilanz und ein Ausblick auf das, was - hoffentlich - noch kommt.


LESEPROBE
Tage wie Samt,Kreta
Tage wie Sand

Tage wie dicker Samt,
mit unsichtbaren Vögeln
in dichtem Gras,
grün angestrichen
von einer königsgelben Sonne,
verbündeter, wärmer, freundlicher
als der heutigen. –
Körperlose Kinderstimmen
von irgendwoher,
lachen und albern,Bank
kommen heran und entfernen sich.
Ein Segelflugzeug hoch oben
im satten Blau, das
kein einziger weißer Fleck beschattet,
zersingt die angestaute Stille,
läßt korngelbes Sirren
aufs Haus regnen.
Braune, nackte Mädchenbeine in
weißen Kniestrümpfen,
erobern diese Welt,
ein liegengelassenes Buch,
eine ausschlagende Schaukel,
verlassen, und doch unbeeindruckt,
nur zum Anstoß jemanden brauchend,weg
fähig, von allein ihre Mitte
zurückzugewinnen.

Tage wie weicher Sand,
der unbeirrbar durch das Sieb
des Lebens rinnt,
angeschwollen mit frischgemähtem Duft
wassertrunkenen Grases. –
Sich verbrummende Bienen auf späten Blüten,
eine abtrünnige Ameise raschelnd am Boden,
beladen mit einem Blatt,
das sie auf einen geheimnisvollen
Ort hinbewegt.
Schwer wird der orangefarbene Ball,
sinkt hinunter und weckt die
kreischenden Mausohrigen im Schornstein
Im Zwischenreich werden
die Geräusche verschluckt,
der Rasenmäher verstummt,
der Sprenger fällt in Schlaf,
die Gartenstühle kuscheln sich unter ihrer
Schutzplane aneinander,
die Nacht erwartend.

Tage einer fernen Gegenwart,
wie lang sind sie her?
Dreißig Jahre – vierzig Jahre?
Die Zahl der Jahre, die meine Vergangenheit ausmachen,
wird immer größer.
Doch nicht die Höhe der Zahl ist wichtig,
sondern ihre Essenz.
Die Essenz der Erinnerung:



aus: Karin Afshar, Das Schwere annehmen… und das Leichte ernten, S. 67-70



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