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Nachfolgend finden Sie alle bereitgestellten Informationen für das gewählte Produkt. Neben einer ausführlichen Beschreibung und Zusatzinformationen können auch Presseberichte und zusätzliche Dateien zum Download vorhanden sein.

INFORMATIONEN
angst sucht hase

angst sucht hase - Kai Damkowski


Popliteratur
(Ventil Verlag)

ISBN-10: 978-3-930559-43-5
ISBN-13: 978-3-930559-43-5
Referenz-Nr.: SP-1-14
Format: 13 x 19,5 cm
Ausstattung: Broschur, mit einem Innencovermotiv von Ernst Kahl
Umfang: 292 Seiten
Veröffentlicht: 1998, 2. Aufl. 1999
Preis: 16,36 EUR inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
Verfügbarkeit: Nicht Lieferbar
Lieferzeit: keine Angabe

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Mehr über: Kai Damkowski
Mehr von: Ventil Verlag
Mehr in Produktgruppe: Buch
Mehr aus Kategorie(n): Popkultur, Belletristik


BESCHREIBUNG
Kai Damkowskis Alter ego »Klausner« ist ein bissiger Zeitgenosse, ständig genervt und fast bösartig zynisch. Er kommentiert im Verlauf eines imaginären Wochenendes ungefragt und erbarmungslos alles, was ihm in den Sinn kommt: Popmusik, Politik, die verweichlichte Jugend der 90er, seine Heimatstadt Hamburg, deren »Hamburger Schule« – und natürlich die Frauen, die für ihn ein steter Quell beinahe unauflösbarer Gehirnverknotungen sind.

Atemlos läßt er seiner Gedankenflut freien Lauf, mit Wut im Bauch und der egomanischen Begeisterung eines Unbeirrbaren in Herz und Hirn. Vielfach gescheitert in allen Belangen des alltäglichen Lebens, ist er dennoch jemand, der niemals aufgeben wird. Das Leben muss bis zur Neige ausgekostet werden, und das tut er auch – Wochenende ist schließlich Wochenende!


LESEPROBE
Wir gehören alle zusammen, auf die eine oder andere Weise, ein Haufen Außenseiter, der sich gefunden hat, da braucht es nicht viele Worte. Ich natürlich schon, das ist was anderes, da ist eben dieser Druck und der erste, der mir über den Weg läuft, ist Christoph, wie immer trägt er seinen schweren, schwarzen Ledermantel und die 60er-Jahre-Aktentasche, die vollgestopft ist mit Dosenbier und irgendwelchen dicken Wälzern, vorwiegend Geschichtsbücher, Stalinismus, Nationalsozialismus, Kommunismus, er studiert das und das hat ihn wohl gemeinsam mit einigen anderen Dingen mürbe gemacht, sodaß er jetzt wirkt, als gäbe es nur zwei Möglichkeiten für ihn, nämlich entweder sich selbst eine Kugel in den Schädel zu jagen oder ein Massaker anzurichten, wahllos, aber mit der Sicherheit, die Richtigen zu treffen, weil es nämlich keine Falschen gibt. Dazu noch dieser fiese militärische Mantel, wenn man ihn nicht näher kennt, kann man schon Schiß bekommen. Ich kenne ihn und ich habe ein Faible für solche Leute, da besteht eine Gesinnungs- und Gefühlsübereinstimmung, das erkenne ich auf den ersten Blick, ich weiß, wer auf meiner Seite steht, ich weiß, wer verstanden hat, ich mag die Weltenhasser und die gesellschaftlichen Außenseiter, denn ich spüre, daß ich immer zu ihnen gehören werde, ganz egal, was passiert. Hauptsache, man behält dabei seinen Humor, sonst wird das Selbstmitleid unerträglich, Humor ist unsere letzte Bastion, der Haß muß durchs Lachen aufgelöst werden, es gibt keine andere Möglichkeit, höchstens Krebs. Lachen, immer weiter lachen, ich habe so verdammt viel gelacht in meinem Leben, ich habe gelacht über Kriege, über Amokläufe, über Erdbeben, über Hungersnöte, über Konzentrationslager, über tote und lebende Freunde und vor allem über mich selbst, egal, wie übel ich dran gekriegt wurde vom Schicksal, im Nachhinein konnte ich immer noch lachen, über die Vergeblichkeit all meines Strebens, über die Sinnlosigkeit des Daseins, wenn sie sich mir wieder einmal offenbarte, ohne meinen Humor wäre ich ganz sicher tot oder wahnsinnig, der Humor war immer die letzte Möglichkeit, eine Distanz zwischen mir und der Welt zu schaffen, der Humor war so befreiend wie der Punk und das Schreiben.


PRESSE
»Emotionen gibt es in seinem Roman eine Menge. Klausner begeistert sich – für einen Song, das Morgenlicht über dem Hamburger Hafen, eine kurze Geste eines Mädchens, einen Satz in einem Buch. Neben seiner Energie sind es diese Momente, die ›angst sucht hase‹ lesenswert machen.« (jetzt-Magazin der Süddeutschen Zeitung)

»Manchmal ist es nicht so klar, wo Kai Damkowski eigentlich hin will. Aber ihn auf seinen hastigen Wanderungen durch Leben, Fußball und die Hamburger Nachtlandschaft zu begleiten, macht auch ohne Ziel großen Spaß. Ein Text, der eine Vielzahl einleuchtender Einsichten und brillianter Sätze bereithält und der in den besten Passagen an den guten (alten) Philippe Djian erinnert. Vermutlich glaubt Damkowski einfach nicht an die großen runden Geschichten. Und er hat ja recht. Das Leben ist nicht so. Vielleicht ist sein Text gerade deshalb so gut.« (Allegra)

»So bleibt ›Angst sucht Hase‹ ein wichtiges Buch für Stinos, die erfahren wie ein Life less ordinary geht, ein erheiterndes für Seelenverwandte, die auch die Blumen am Arsch der Hölle zu schätzen wussten und deren Eltern R4 fuhren und eines zum Echauffieren für die, die’s brauchen.« (junge Welt)

»›Angst sucht Hase‹ ist einer der wach-witzigsten Romane, die Bier ernst nehmen. (...) Fassbinder hätte ihn geliebt.« (Kieler Nachrichten)



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