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Nachfolgend finden Sie alle bereitgestellten Informationen für das gewählte Produkt. Neben einer ausführlichen Beschreibung und Zusatzinformationen können auch Presseberichte und zusätzliche Dateien zum Download vorhanden sein.

INFORMATIONEN
Was ist Schamanentum?

Was ist Schamanentum? - Amélie Schenk


Grüner Zweig 192
(Werner Pieper & The Grüne Kraft)

ISBN-10: 3-925817-92-1
Referenz-Nr.: SP-2-134
Umfang: 32 Seiten
Preis: 2,99 EUR inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
Verfügbarkeit: Lieferbar
Lieferzeit: 1-2 Wochen

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Mehr über: Amélie Schenk
Mehr von: Werner Pieper & The Grüne Kraft
Mehr in Produktgruppe: Buch
Mehr aus Kategorie(n): Philosophie & Psychologie


BESCHREIBUNG
'Schamanismus' ist in aller Munde, aber worum geht es dabei eigentlich? Akademische Forscher scheitern meist an ihrem Unvermögen, sich diesem Bereich angemessen zu nähern, denn reine Beobachtung eines Schamanen reicht nicht aus, um dessen Werk zu 'begreifen'.

Die Anthropologin Amélie Schenk hat sich Gedanken über diese 'Zauberer' gemacht und aufgeschrieben, unter anderem 'Die Weltsicht des Schamanen', 'Das schamanische Bewußtsein und der westliche Geist', 'Traditionelles Schamanentum & NeoSchamanismus'.

Überarbeitet hat sie diesen Text während einer Reise zu Schamanen in der Mongolei ... .

Einleitung
Es gibt Menschen auf diesem Planeten - seit den Uranfängen unserer Geschichte -, die ein gespaltenes Leben führen und mit beiden Beinen nicht nur fest auf dem Boden dieser Welt stehen, sondern gleichzeitig tief in einer jenseitigen Welt verwurzelt sind. Wir kennen sie als Schamanen, Magier, Heiler, Medizinleute und Orakel. Den schönsten Namen aber finde ich, der ihrem Wesen am ehesten entspricht, besitzen wir im Deutschen: Zauberer!

In der Tat führt uns der Zauberer eine zauberhafte Welt vor Augen: er bezaubert. Hingerissen von seiner bizarren Welt zerfällt das Gewöhnliche um uns herum - wir werden zu Schamanenschülern und betreten den geistigen Weg.

Und damit marschieren wir zurück zum Ursprung der Wissenschaft, beginnen von vorne - in unserem Gehirn, bei unseren Theorien und Ideen, bei den Projektionsmechanismen, beim Eurozentrismus. Denn mit der Hinwendung zum Schamanen werden wir gezwungen, die Grundlagen des Erkennens neu zu überdenken. Als primitiven Illusionskünstler verdammte man ihn. Und hatten ihm nicht die völkerkundlichen Theorien den Garaus gemacht? Und was wußten wir schon vom Schamanen ... daß er funktionalistisch, kulturrelativistisch, sozialanthropologisch, ethnomethodologisch oder symbolisch gedeutet werden kann.

Die Schamanen, so wie sie sind - haben nicht wir sie mit unseren einbalsamierenden Worten und neuerdings schwärmerischen Traumgesichten selbst geschaffen? Und der lebende, der urwüchsig-echte Schamane, der jenseits der Verschwörung von Ratio und Ethnozentrismus über Berge und durch Wüsten wandert, der Einzelgänger, wo ist er? Irgendwo muß er doch hausen in der wirklichen, unverfälschten Erinnerung jener, die einmal bei ihm zu Gast waren, irgend etwas muß doch hängengeblieben sein vom echten Leben, der Größe des Alltags, von der Zeit, als dem Forscher im Feld die Theorie gemeinsam mit der Methodik der Angst vom rauschenden Strom des Seins fortgerissen wurde?

Unverhohlen steigt der Schamane heute zum Lehrer von modernen Psychologen und Ärzten auf, die Fähigkeit, seine Bewußtseinsstruktur zu verändern, um in andersartige Daseinsräume einzudringen, widerspricht den neuen Forschungsergebnissen nicht mehr in dem Maße wie der traditionellen objektivistischen Wissenschaft. Der schamanische Bewußtseinswandel wird gesellschaftsfähig, und wie es scheint, kehren sich nun die Rollen um: Schamanen als Lehrer, Forscher als Schüler! - Der Zauberer ist also heute kein wunderliches Studienobjekt mehr, er ist zum humanistischen Meister einer rationalistischen Zivilisation aufgestiegen; er wird als Jungbrunnen für eine altverkrustet-materialistische und orientierungslose Gesellschaft gefeiert. Und hat er nicht das Recht dazu, ist er nicht Urvater der Psychologie, allererster in dieser Profession? - Wir fragen uns heute: Können wir den Schamanen tatsächlich fassen? Müssen wir nicht vielmehr zulassen, daß er unsere Arroganz und Ignoranz mit seinem Röntgenblick durchleuchte?
In einem Wort: Der neue Wahlspruch bei der Beschäftigung mit dem Schamanen heißt »Forschen durch Lernen, durch Selbstergriffenheit«. Diese Möglichkeit nun selbst wiederum zu erforschen, sollte heute erstes Anliegen sein. Allerdings darf die Selbstkritik darf dabei nicht fehlen: Welche Bedeutung haben die schamanischen Erkenntnisse für den westlichen Menschen, der - in einer immer enger werdenden Welt lebend - reist und fremden Kulturen und Völkern begegnen möchte? Was können wir durch die Exotik lernen? ...



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