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| INFORMATIONEN | |
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Amaryllis - Klaus Gasselederoder: Eine Dichterliebe auf dem LandeAusgabe des Collibri-Verlag, Bamberg, Restexemplare (wildleser-Verlag Klaus Gasseleder) ISBN-13: 3-926946-91-1 Referenz-Nr.: SP-547-1181 Format: 14x21 Auflage: 1 Gewicht: 0.080 kg Ausstattung: Paperback Umfang: 45 Veröffentlicht: 2000 Erscheinungsort: Bamberg Preis: 5,00 EUR inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten Rabatt: 3,50 EUR ab Stückzahl: 1 Verfügbarkeit: Lieferbar Lieferzeit: 3-5 Tage Zum Merkzettel hinzufügen Produkt weiterempfehlen Produktanfrage an den Aussteller senden Mehr über: Klaus Gasseleder Mehr von: wildleser-Verlag Klaus Gasseleder Mehr in Produktgruppe: Buch Mehr aus Kategorie(n): Belletristik, Sprache & Literatur |
| BESCHREIBUNG |
| Eine Erzählung über das Liebesabenteuer des Dichters Friedrich Rückert mit der Wirtstochter Marieluise (=Amaryllis) Geuß aus Ebern-Specke, aus dem Rückert seinen berühmten Sonettenkranz "Amaryllis" entwickelt. Die Erzählung lebt von dem Kontrast zwischen dem gelehrten Dichter und dem gewitzten Bauernmädchen, thematisiert Liebe und die Frage der Authenzität von Dichtung. |
| LESEPROBE |
| Vierundzwanzig ist er, ein gesunder Mensch. Viel in der frischen Luft sein, sich bewegen, das soll hilfreich sein, das Feuer einzudämmen in seinem Innern, so wandert er hinüber zur Lichtenburg und weiter zur Altenburg, zur nahen Felsruine Raueneck, bis zum Bramberg und manchmal sogar über den Berg nach Coburg zum Freund, ist ein Schnelläufer mit seinen langen Beinen und ein Weitläufer mit seinen Doppelschritten zugleich, aber es hilft nichts, wem hat es je schon geholfen, bringt doch das Gehen das Blut erst recht in Wallung, besser ist da das Dichten, das läßt die Glut in seinem Innern in Verse verglühen und wie läßt sich beides doch prächtig verbinden, denn was ist das Dichten anders als Bewegung, die sich in Sprache verwandelt und auf Versfüßen dahingeht. |
| PRESSE |
| AMARYLLIS Bildet die Sprache, Gasseleders in „LiteraTourLand Franken" einen bewusst klaren Rahmen für die ausgiebigen Zitate unterschiedlichster Stile, ist sie in Amaryllis. Eine Dichterliebe auf dem' Lande weitaus persönlicher, farbiger. Ausgehend von Friedrich Rückerts Sonettenkranz. „Amaryllis. Ein Sommer auf dem Lande" erzählt Gasseleder von der Begegnung des 24-jährigen Dichters mit der 16-jährigen Gastwirtstochter Marielies Geuß in Eyrichshof bei Ebern. Dabei verzahnt er verschiedene Erzähl-perspektiven, etwa die einer Ich-Figur, die in heutiger Zeit den Schauplatz besucht oder eben des Erzählers, der die der Begegnung Rückert-(A)marielies beschreibt. „Was mich an der Geschichte interessiert hat, war die Gegenüberstellung des promovierten Rückert mit der ungebildeten Gastwirts-tochter." Gasseleder lässt zwar zwei Lebensmodelle aufeinander prallen,trifft aber keine Entscheidung, welches das bessere sein könnte. Marielies mag auf der ersten Blick lebenstüchtiger erscheinen als der weltfremde Dichter, die reine Wilde im rousseauschen Sinne ist sie allerdings keineswegs, Eher ein unsensibler Trampel. Was zu beweisen war: „Ich wollte zeigen, dass Rückerts Sonettenkranz zwar einen realen Hintergrund hatte, dass der Dichter aber sein tatsächliches Leben stilisiert, es erdichtet." Die Sichtweise, Rückert habe alles, was ihm widerfahren ist, Eins zu Eins in Dichtung umgesetzt, ist also mit Vorsicht zu genießen. Gasseleder treibt die Diskrepanz bewusst auf die Spitze: Marielies entlarvt in einer Szene den in unsterblicher Liebe entbrannten Dichter einer Freundin gegenüber als Witzfigur. (Mathias Wiedemann in StadtKultur, Schweinfurt, 29.4.2000) Gasseleders Buch über Rückerts romantische Schwärmerei Amüsante Reflexion über das Wesen der Liebe an sich Ein Hüne ist er, furchterregend anzuschauen, das Haar fällt ihm mit-. telgescheitelt ,zu beiden Seiten des Kopfes wie ein Katarakt" herab. Friedrich Rückert heißt er, und obwohl er mit seinen 24 Jahren schon einen Doktortitel führt, lebt er bei seinem Vater in Ebern und tut - zumindest nach außen hin erkennbar - nichts. Anstatt dessen lungert er in der Kneipe „Specke" herum und bedichtet die Wirtstochter. Marie- Lies, ist ihr Name, bei Rückert wird sie zu Amaryllis und gibt so einem ganzen Sonetten-Kranz den Namen. Wo der junge Dichter sich in kunstvollen Wortgebilden verliert, denkt die Angebetete eher ans Praktische. Das Heu muss eingebracht werden, die Gäste müssen bei Laune gehalten werden. Und wenn sie einen erhört - irgendwann -, dann muss er schon einen vernünftigen Beruf ausüben. Für einen Dichter hat sie keine Verwendung. Amaryllis oder: Eine Dichterliebe auf dem Lande", heißt das neueste Buch von Klaus Gasseleder, in dem all das nachzulesen ist. Gasseleder hat Rückerts hochro über Rückerts romantische Schwärmerei nacherzählt, nachgedichtet, wobei ein Ich-Erzähler, der auf Rückerts Spuren in die Haßberge gereist ist, den Einstieg liefert. Nicht in Versen, aber in kunstvoller Prosa, kunstvoll beim Umgang mit den verschiedenen Zeitebenen, kunstvoll beim Paraphrasieren rückertscher Wortverliebtheit und kunstvoll schließlich beim Rhythmus, der das 45 Seiten starke Bändchen durchzieht (Womit die Verbindung zu „Rückertsfritz" und seiner Marie-Lies hergestellt wäre. Denn das wirkliche Leben ist nichts, was den Dichter besonders interessiert. Zwar gibt er vor - und glaubt es wohl auch selbst -, die rustikal-geistreiche und scharfsinnige junge Frau zu lieben. Die erkennt aber, dass er eigentlich rur seine Gedichte liebt. Versucht es mit handfesten Gesten, greift daneben: Er schenkt ihr Apfel nd Nüsse, obwohl sie beides reichlich im Garten stehen hat. So weitet sich Gasseleders kleine eschichte - über die Problematik er „Dichterliebe" hinaus - unversehens zu einer amüsanten und ch intensiven Reflexion über das Wesen der Liebe an sich. (Mathias Wiedemann in Schweinfurter Tagblalt vom 1.7.2000) Wundervoll Ersprießliches nach dem Gusto der beiden Maestros Friedrich Rückert und Jean Paul über zwei neue Bücher aus der Feder von Klaus Gasseleder: Klaus Gasseleder, von dem inzwischen nahezu 20 Buchpublikationen vorliegen, hat kürzlich zwei erlesene Dichter zum Anlaß genommen, zwei vorzügliche Bücher den Lesern vorzulegen. Es ist mir eine Freude, die beiden Werke, eines nach dem anderen kurz vorzustellen. Wunderschöne, anzügliche, kunstvoll geformte Werke hat Klaus Gasseleder hier verfaßt, und wenngleich es auch hier, wie in der Chemie, in ihren Stoffen „Schmecker" und „NichtSchmecker" geben mag, will ich versuchen, möglichst viele Schmecker an diese Zeilen heranzuführen oder vielleicht den einen oder anderen Nicht-Schmecker auf den Geschmack zu bringen. „Amaryllis" ist dem Gedenken von Friedrich Rückert (1788-1866) gewidmet, einem frühen Beatnik und hochgebildeten Außenseiter, 2 Meter groß, mit langem, in der Mitte gescheiteltem Haar und altdeutscher schwarzer Kleidung, vor dem die Kinder in Panik und entsetzt davonliefen. Rückert soll angeblich 35.000 Gedichte verfaßt haben und zählt wohl zu den bedutendsten Orientalisten, die dieses Land je hervorgebracht haben. Gustav Mahler vertonte einige seiner Gedichte, wobei z.B. das zum Sterben schöne „Ich bin der Welt abhanden gekommen" entstand. Rückert haben wir frühe Übersetzungen großer islamischer Mystiker zu verdanken, von denen hier vor allem Jalal-ud-din Rumi genannt sein soll. Doch Klaus Gasseleder entführt zum Beatnik Rückert, den die Dorfspießer verachten. Zum frühen Rückert, der im Wirtshaus „Specke" alleine sitzt und hinter der Kellnerin Marielies, die bei ihm zu „Amaryllis wird, her ist. Gasseleder findet die „Specke", die inzwischen ein italienisches Restaurant geworden ist und sitzt gegen Ende des 20.Jh. einsam wie seinerzeit Rückert neben eigenartigen Fußball-Saufbrüdern und dergleichen mehrer. Ein versponnen-erotischer Traum beginnt, der schlichtweg entzückt!!! (Thomas Stemmer in: Rude Look, Nr. 9, Köln 2002) Und immer wieder Rückert! In Erlangen, Schweinfurt, Coburg und den Haßbergen, wo der Riese Rückert, 24 Jahre jung, Sohn des Amtmanns von Ebern, in der »Specke« seine Dichterliebe auf dem Lande »Alnaryllis« traf. Klaus Gasseleder mischt Chronik, Fiktion und Zitat im O-Ton, zuweilen in freier Nachdichtung, und macht erfrischend eigene Geschichten daraus, die dem Laien ebenso wie dem Literaturkundigen die schönsten Herzenswinkel erschließen,... Wolf Peter Schnetz in: Literatur in Bayern, Juli 2003 |
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