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| INFORMATIONEN | |
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Rund um Waaseby - Waltraud GramppWaaseby-Trilogie (Celtic-Rose Verlag) ISBN-13: 978-3-86900-013-8 EAN: 9783869000138 Referenz-Nr.: SP-444-1146 Produktnummer: 007 Format: 21 x 14 x 3,5cm Auflage: 1. Auflage Ausstattung: Taschenbuch Umfang: 490 Seiten Veröffentlicht: 20.02.2010 Erscheinungsort: Mörfelden-Walldorf Preis: 18,00 EUR inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten Verfügbarkeit: Lieferbar Lieferzeit: Sofort Zum Merkzettel hinzufügen Produkt weiterempfehlen Produktanfrage an den Aussteller senden Mehr über: Waltraud Grampp Mehr von: Celtic-Rose Verlag Mehr in Produktgruppe: Buch Mehr aus Kategorie(n): Frauenliteratur |
| BESCHREIBUNG |
| Seit Hanna ihren gewalttätigen Freund verlassen hat, vertraut sie niemandem mehr, am wenigsten Männern. Ausgerechnet der neu hinzu gezogene Postbote macht ihr eher unabsichtlich einen Strich durch die Rechnung. Dabei will Pieter nur seine Ruhe haben – vor seinen Nachbarn, vor den gesellschaftlichen Gepflogenheiten, und auch vor Frauen. Dennoch kreuzen sich immer wieder die Wege dieser beiden Menschen, die demselben Hobby frönen: der Aquarellmalerei. Wie es ihnen gelingt, ihre Ängste zu bekämpfen und ihre Vorbehalte über Bord zu werfen, davon erzählt diese Geschichte, in der wir auch alte Bekannte wiedertreffen. Als alles schon in trockenen Tüchern scheint, taucht eine Person aus der Vergangenheit auf und sorgt noch einmal richtig für Aufregung. |
| LESEPROBE |
| 16. Postgeheimnisse „Moin, moin“, rief Hanna, als sie Paulsens Laden betrat, obwohl weder Petra noch Paul irgendwo zu sehen waren. „Komme gleich!“ rief eine Stimme von hinten und kurz darauf kam Katrin aus dem Büro. „Nanu, Katrin, was machst du hier?“ fragte Hanna erstaunt, „ist Petra nicht da?“ „Moin Hanna. Doch, sie ist hinten mit meiner Tochter und kann sich nicht losreißen. Dabei lass ich ihr Rosalind für ein paar Stunden hier. Ich geh nämlich rüber zu Julia, beim Einpacken helfen. Heut ist das Materiallager dran. Du hast nicht zufällig Langeweile?“ „Ich wünschte, ich hätte welche.“ Hanna verdrehte die Augen. „Ich muss die Quartalsabrechnungen vorbereiten.“ „Schade. Was kann ich sonst für dich tun?“ Hanna zog ihren Einkaufszettel aus der Jackentasche und Katrin, die sich noch immer gut im Laden ihres Bruders auskannte, suchte die Sachen zusammen. „Wie geht’s dir sonst so, Hanna?“ fragte sie. „Gut, danke. Der Frühling weckt meine Lebensgeister. Endlich kann ich wieder draußen an der Staffelei stehen und den frischen Wind genießen.“ „Joh – frisch ist er auf jeden Fall. Du hast was Neues angefangen?“ „Das kann man so sagen, ja. Letzten Sonntag war ich in Kappeln und da werde ich wohl auch die nächsten Wochenenden verbringen.“ „Schön, da war ich lange nicht mehr. Das ist überhaupt eine Idee. Ich könnte endlich mal Wilma besuchen, sie fragt ständig, wann ich mal vorbeikomme. Erst gestern haben wir telefoniert. Es hat ihr ja keine Ruhe gelassen, dass Pieter so wenig von sich erzählt und so ungesellig ist. Du kennst ja Wilma. Sie hat eine Schleswiger Kollegin angerufen, um sie auszufragen. Mann o Mann, Pieters Ex-Frau ist ja wohl ein Früchtchen!“ „Ach, was du nicht sagst“, warf Hanna, scheinbar nur mäßig an dem Klatsch interessiert, ein. Tatsächlich hoffte sie, Katrin würde von sich aus noch etwas mehr sagen – und sie enttäuschte sie nicht. „Ja, die ist immer noch in der Filiale, wo Pieter auch war. Jahrzehnte waren die beiden das ideale Vorzeigepaar. Hatten aber offensichtlich Probleme mit der Familienplanung. Sollen nichts unversucht gelassen haben, ein Kind zu bekommen. Das muss wohl am Ende gründlich schief gegangen sein. Und Sonja – das ist Pieters Ex – ist komplett durchgedreht.“ Katrin beugte sich zu Hanna vor und sagte mit leiser Stimme: „Vögelt sich durch sämtliche Betten Schleswig-Holsteins; echt skandalös, sag ich dir. Anscheinend war das dann der eigentliche Scheidungsgrund, obwohl die zwei schon länger nicht mehr das Traumpaar waren. Es muss die Hölle gewesen sein; Pieter hat sich immer mehr abgekapselt – na, so wie wir ihn kennen, nicht? Aber früher soll er richtig gut drauf gewesen sein und es gab mehr als eine Kollegin, die sich sämtliche Finger nach ihm geleckt hat. Er soll ein richtiger Kavalier gewesen sein, kannst du dir das vorstellen? So einer, von dem man in lauen Frühlingsnächten träumt, der einem Rosen und ein Gedicht vor die Tür legt und Ständchen unterm Balkon bringt. Also ehrlich, das kann ich mir gar nicht vorstellen; du?“ „Pieter Bauer als romantischen Rosenkavalier? Nein, nicht wirklich“, gab Hanna kopfschüttelnd zu. „Nun, wie auch immer. Du siehst jedenfalls, dass nicht nur Kerle fies sein können. Auch Frauen können ganz schön gemein sein.“ Katrin gab Hanna ihr Wechselgeld heraus. „Ja, so ist das wohl. Ich mach mich dann mal wieder auf. Grüß Julia von mir. Ich komm vielleicht heut Nachmittag vorbei, wenn ich mit der leidigen Büroarbeit fertig bin.“ Hanna ging zur Tür. „Mach das, da wird sie sich freuen. Vielleicht sehen wir uns dann noch. Jonas hat bis drei Schule, dann noch ne Lehrerkonferenz, also bin ich bestimmt bis halb vier da. Ich brauch nicht zu kochen; Petra hat uns zum Essen eingeladen.“ „Willst du vielleicht auch kommen, Hanna – mit Lars?“ rief Petra und tauchte mit ihrer Nichte auf dem Arm in der Tür auf. „Die Mädels sind heute Abend auf Theaterprobe, für die Abi-Feier.“ „Danke, Petra – aber was glaubst du wohl, habe ich mir gerade von Katrin einpacken lassen? Hättest du mal früher was gesagt“, lachte Hanna. „Na, dann ein andermal. Du weißt nicht zufällig, ob der Trächtigkeitstest bei Trixi positiv war?“ „Nein, da müsste ich Lars fragen. Soll ich dich anrufen?“ „Paul meldet sich bestimmt heute noch bei euch. Tschüß Hanna, wir machen die nächsten Tage mal was aus, ja?“ Hanna nickte und verabschiedete sich. Sie hatte nachzudenken. Ob das jetzt so gut für die anstehende Abrechnung war? Das waren ja interessante Neuigkeiten, die Katrin da verraten hatte. Und es passte zu dem, was Laura gesagt hatte: Pieter war tief verwundet worden und bestrafte sich selbst für etwas, das er getan oder nicht getan hatte. Vielleicht hing das alles irgendwie mit dem unerfüllten Kinderwunsch zusammen. Zwar konnte sie sich immer noch nicht vorstellen, dass er einmal ein umschwärmter junger Mann gewesen sein sollte, der wusste, wie man Frauen verwöhnte; doch immerhin sah er auch heute nicht übel aus, trotz seiner hageren Gestalt, dem Stoppelhaarschnitt und der einfachen Brille. Es lag wohl an seinem eher strengen Gesichtsausdruck. Nein, ‚streng’ war das falsche Wort. Verkniffen? Auch nicht. Verschlossen – das schon eher. Oder doch traurig? Sie erinnerte sich an sein zaghaftes Lächeln, das man kaum als solches bezeichnen konnte und den winzigen Funken Leben in seinen..... |
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