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| INFORMATIONEN | |
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Was sie im Norden der Insel als Mond anbeten, kommt bei uns im Süden in die Sachertorte - Chaotic Revelry Verlag (Hrsg.), Johannes WitekGedichte und Prosa(Chaotic Revelry Verlag e.K.) ISBN-13: 9783981245721 Referenz-Nr.: SP-397-1093 Format: Paperback Auflage: 2. überarb. Gewicht: 0.240 kg Umfang: 154 Seiten Veröffentlicht: 01.01.2010 Erscheinungsort: Köln Preis: 12,95 EUR inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten Verfügbarkeit: Lieferbar Lieferzeit: Sofort Zum Merkzettel hinzufügen Produkt weiterempfehlen Produktanfrage an den Aussteller senden Chaotic Revelry Verlag Mehr über: Chaotic Revelry Verlag, Johannes Witek Mehr von: Chaotic Revelry Verlag e.K. Mehr in Produktgruppe: Buch Mehr aus Kategorie(n): Belletristik, Humor & Satire, Lyrik |
| BESCHREIBUNG |
| Irgendwo zwischen Mond und Sachertorte „Das Problem mit dem Underground ist, dass es ihn nicht gibt“, heißt es bei Johannes Witek. Dabei sind seine Geschichten über das pure Leben wahre Perlen des Undergrounds, sprachlich brillant und thematisch stets am Puls der Zeit. Andere schreiben über Gott und die Welt – Johannes Witek spricht in seinen 63 Lyrik- und Prosatexten mit bezauberndem österreichischem Charme über den Mond und die Sachertorte. (Buchrückentext). Als ich die letzte Geschichte (Versuch über das Müsli) der insgesamt 63 Erzählungen verinnerlicht hatte und das lilablaue Buch auf meinem Schoß zuklappte, kam bei mir die Frage auf, was genau diesen Charme ausmacht, von dem auf dem Klappentext die Rede ist. Dieser besondere Charme, der mich die letzten Tage und Nächte in den Bann gezogen und dazu geführt hatte, dass ich das Buch von Johannes Witek nicht mehr aus den Händen legen wollte. Der österreichische Autor, dessen Prosa- und Lyriktexte bereits in zahlreichen Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht wurden, spricht gleich zu Beginn dieser Textsammlung im gleichnamigen Gedicht (Was sie im Norden der Insel als Mond anbeten, kommt bei uns im Süden in die Sachertorte) von diesem „unbestimmten Gefühl“, das einen dazu verleitet, aufschreien zu wollen und zugleich in tiefste Melancholie zu versinken. Es sind die Gegensätze, die Witeks Erzählungen – vornehmlich in Lyrikform gegossen - so spannend und inspirierend werden lassen. Die Beschreibungen einer (österreichischen) Gesellschaft mit teils übertriebener Spießigkeit (Es wimmelt nur so von dörflich anmutenden Charakteren) treffen auf surreale, utopische Elemente, Türmatten mit Comic-Schafen gehen in Flammen auf (Ohne Bedeutung) und alltägliche meist männliche Protagonisten scheinen nahezu aus der Welt entrückt zu sein (Der Fotomörder und andere). Immer wieder verbindet sich in Witeks Erzählungen Humor und Ernst zu einer Einheit und klären beispielsweise den Leser in einem postmodernen Niemandsland über offene Partnerschaften auf (Die zwei Medaillen meiner Seite). Nach wenigen Minuten steckt man drin in der Welt des Autors zwischen Tradition und Moderne, die er mit seinen Erzählungen zu fassen, zu begreifen und zu beschreiben versucht. Eine sehr empfehlenswerte Textsammlung für alle Menschen, die die Welt einmal aus einer Perspektive betrachten wollen, die irgendwo zwischen Mond und Sachertorte anzutreffen ist. |
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| INHALTSVERZEICHNIS |
| Was sie im Norden der Insel als Mond anbeten, kommt bei uns im Süden in die Sachertorte Der Fotomörder Numismatik Ohne Bedeutung Michel Foucault schlägt auf eine Hostie ein während drei brennende Kamele vor dem Fenster ihn relativ unbeteiligt dabei beobachten Die Balkonkastration Margarethe und der Clown Die Tyrannenmörderinnen Ad Acta Ad Spectatores Alois Himmelfahrtspointner zieht sich einen Scheitel Auf dem Weg zur Arbeit Auf Verdacht Betriebsräte züchten Hoffnung Brief Note from Aldous Huxley to George Orwell Das Ding, das dir beim Lachen auf die Zähne starrt Das Gefühl der Dachlawine beim Abgehen Das Geräusch der Lanze beim Brechen Das harte, einsame Krampamperlbrennen der Seele Das Herz ist eine durchgeladene Sonate Der Einzug in Jerusalem aus Sicht des Esels Der Ort des Verbrechens Der Salzburger Hauptbahnhof in dem Netz, ohne das Robert Frost eher Tennis spielen würde, als reimlose Verse zu schreiben Der Satz: „Es gibt keinen Platz mehr für Pathos in unserer Welt“ ist der letzte Platz für Pathos in unserer Welt Der Tag, an dem ich alle amerikanischen Produkte boykottierte Die Ameise in der Bierspur Die Experten der Ekstase Die Nacht, als mir keiner glaubte, dass ich André Heller war Die zwei Medaillen meiner Seite Dienstagmorgen vorm Bankomat Django Reinhardts dritter Finger Ein furchtbarer Esser Ein Schweigekünstler Ein Sommerabend in Bad Oberunterwörgersdorf Eine Wunde auf meiner Stirn, die sich nicht schließt Es gibt einen neuen Schmerz in der Stadt Familienausflug Feiertag Geschenk Herr Kleinzeneder und der Hase Ich war jung und brauchte die Welt Idealrezept zur Zubereitung und Konsumation der Käsekrainer im Falle keines offenen Feuers Im Postbus von Salzburg ins Salzkammergut mit einem Kater, Ferdinand von Saar und dem Monster Kurzone Mäeutik für Fortgeschrittene Man muss da schon realistisch bleiben Männer wie Carlos Montoyas rechte Hand Mein Tag ist gerettet Nachts springt manchmal in leeren Autos etwas gegen die Scheiben, wenn ich vorbeigehe Pracken Psychologie der Masse Sichtweite: Tausend Meilen bis Unendlich Status Quo Szenenapplaus Tabu Und die Salinenkapelle hat auch so fesch gespielt Und wie verbringt ihr eure Nachmittage? Wer ist hier in seiner Männlichkeit ungefestigt? Wo geht’s hier zur antiimperialistischen Front, Prometheus? Zu sagen, ich sag halt, was ich mir denk, ist ein Oxymoron, denk ich mir halt Das Dekret des Kaisers Der Idiot am Rande des Dorfes Es war am ehesten ein Gefühl Versuch über das Müsli |
| LESEPROBE |
| Die zwei Medaillen meiner Seite Schon klar, wir haben gesagt, dass wir auch mit anderen schlafen, aber damit war gemeint: Ich. Falls es jemand wissen möchte: offene Beziehungen funktionieren nicht. Einer ist immer der Gefickte. In der Regel der, der nicht fickt. Jetzt bist du dort und ich hier und ein Zittern geht durch 92 eislutschende Klosterschülerinnen in Niederösterreich. Jedes Mal, wenn ich gerade denke ohne dich so viel besser dran zu sein fällt mir dein Lachen wieder ein. Ich würde mir einen leichteren Gegner wünschen. Aber keinen anderen. (Johannes Witek) ------------------------------------------------------------------------- Online-Lesungen bei youtube zu sehen unter: http://www.youtube.com/user/ChaoticRevelry |
| PRESSE |
| Ort: Ganz nah. Was ist „ein Leben wie Spaghetti, nur ohne Sauce und mit Reis statt den Nudeln“? Ich würde sagen so ziemlich genau das, was unseren Alltag ausmacht. Wer hat nicht Sehnsüchte und heiße Wünsche und wird dann eines Besseren belehrt? Doch Johannes Witek belehrt nicht und entfacht erst gar nicht unsere Begierde nach dem Ungreifbaren. Er bleibt am Boden und konfrontiert uns mit unserer Realität, ohne zu dramatisieren und ohne uns dabei zu entmutigen. Und das ist doch schon eine hohe Kunst der Poesie. Voll Humor, Selbstironie, skurril, auch schwarz und bissig schafft es der 1981 geborene Autor uns in seine zunächst leichtbekömmlichen Verdichtungen von Lyrik und Kurzgeschichten in komplexe Wortgerüste und Gedankeninhalte voranzutreiben. Z.B. wenn Witek bei einem Familienausflug von dem, was ungezählte Jahre an Evolution mit seinem Erbgut angerichtet hatten, schreibt und damit sein Kind meint (S. 77). Ob Witek auf Bernhard reflektiert oder auf andere wie Coelho einen Seitenstich riskiert, ob er ein Liebesgedicht der anderen Art, nämlich der Anpassung und nicht des Dahinschmachtens oder einen Nachruf mit dem Titel „Und die Salinenkapelle hat auch so fesch gespielt“ verfasst, seine Sprache ist präzise und pointiert. Ungeheuer kreativ ist die Namenswahl seiner Figuren, wie Alfred Tepetutschnig, der eines Morgens als Protagonist in einem Roman von Handke erwacht, oder des Gemeindebediensteten Alois Himmelfahrtspointner, dem man bei der Morgentoilette beiwohnen kann. Nicht weniger amüsant fallen seine Titel aus. Ein brillantes Debüt! Ingrid Reichel LitGes & etcetera Redaktion www.litges.at |
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