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» Produktverzeichnis » Buch » Der fabelhafte Hub

Nachfolgend finden Sie alle bereitgestellten Informationen für das gewählte Produkt. Neben einer ausführlichen Beschreibung und Zusatzinformationen können auch Presseberichte und zusätzliche Dateien zum Download vorhanden sein.

INFORMATIONEN
Der fabelhafte Hub

Der fabelhafte Hub - Michael Liebusch


Kunstraum Liebusch
(Michael Liebusch)

ISBN-10: 3839121167
ISBN-13: 978-3839121160
Referenz-Nr.: SP-516-1088
Format: 21 x 14,8 x 0,9 cm
Ausstattung: Broschiert
Umfang: 152 Seiten
Veröffentlicht: August 2009
Erscheinungsort: Norderstedt, Books on Demand;
Preis: 22,00 EUR inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
Verfügbarkeit: Lieferbar
Lieferzeit: keine Angabe

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Mehr aus Kategorie(n): Kurzgeschichten, Kunst & Kultur


BESCHREIBUNG
Hub hat den Schlüssel zum Glück

Beginnt man dieses Buch zu lesen, wird man unversehens aus den eigenen "Gedanken-Schleifen" heraus geworfen. Die Bekanntschaft mit Hub lässt uns ungezwungener und visionärer auf die Alltagswelt blicken. Unser Denken hat sich, nach der Lektüre, um ungeahnte Dimensionen erweitert.
Dieser kleine, mal ein-, mal zwei-, mal dreidimensionale Hub ist eher ein Wesen aus Geist, als aus Materie. Er ist mit einer solch starken Geisteskraft ausgestattet, dass er Materie zuweilen mühelos überwinden, ja sogar verwandeln kann. Quantenphysik macht er, so ganz nebenbei erlebbar. Hub hat Spaß daran in verschiedenen Zeit, Raum- und Realitätsebenen herumzuspazieren, was seine Mitmenschen hin und wieder erheblich verstört. Mit großem Eifer versucht er eine Identität in unserer, für ihn so rätselhaften Welt zu finden. Dabei entwickelt er besondere Methoden, er löst auftretende Probleme ganz einfach durch Anpassung, Einfühlen und Verwandeln. Hub sieht etwas an und er wird zu dem, was er sieht, oder was er sich vorstellt. Er nimmt einfach jede Rolle an, die von Außen an ihn herangetragen wird. Eine schwerwiegende und doch heitere Lebensphilosophie, die hilft Konflikte zu lösen, bevor sie überhaupt entstehen.
Wer Hub begegnet, hat jedenfalls Glück gehabt, das Glück der Teilhabe an einer anderen Perspektive, die spontan den Alltag zu verwandeln vermag.
Mit Hubs Augen sehen wir die Welt neu. Wir erhalten eigenartige Einblicke in das Denken und Handeln von Lokführern, Börsenmaklern und indischen Mönchen; und wir lernen zum Beispiel, dass die Katze ein Wesen ist, das Angst vor einer Hose hat.
Hub findet den Schlüssel zum Glück beispielsweise in der Kunst, sich eine Portion Unwissen, Unordnung und Unfertigkeit zu behalten, damit ihm der Kopf nicht zu schwer wird. Das Glück, so behauptet er einleuchtend, kann man vergrößern indem man Unordnung in sein Unwissen bringt und dies an Schulen verbreitet.
Das Lesen der Hub-Geschichten und das Betrachten der liebevoll, witzigen Illustrationen von Edith Kaiser macht einfach Freude und bringt uns in Kontakt mit unseren eigenen visionären Denkressourcen.

Brigitte Bee


INHALTSVERZEICHNIS
Inhaltsverzeichnis

Zum Buch 4
Wer ist Hub? (Brigitte Bee) 7
Huhu Hub! (C. P. Schneider) 9
Teil 1: Von der Insel in die neue Zeit
Hub auf der Insel 13
Hubs Freundschaft mit den Vögeln 13
Hub verlässt seine Insel 13
Die Ankunft 14
Was Hub uns gegeben hat 16
Mit dem Bus 17
Der Schnee 18
Hub ist traurig 20
Hubs Brusthaare 21
Beim Einkauf 23
Hub erfindet die Brausetablette 24
Der Untermieter 24
Im Fußballstadion 25
Im Kino 26
Die freie Zeit 27
Der Fernseher 28
Der Hubomat 29
Das Geld 30
Der rote Bindfaden 31
Der Hubomat hilft 32
Träumen und Sehen 32
Die Schildkröte im Kies 34
Im Wartezimmer 36
Dr. Ungeheuer 37
Der weiße Kittel 38
Der Staubsauger 40
Hubs Missgeschick bei der Teleportation 41
Die Puppen 43
Hub und die Außerirdischen 44
Hub bereut nichts 46
Der andere Bahnhof 49
Epigonen 50
Die falsche Katze 50
Hub zaubert die Angst weg 52
Die Ziege und der Zauberer 53
Reise nach Ägypten 55
Die Wiederkehr 57
In der Badewanne 59
Das Abschiedsessen 60

Teil 2: Hub kehrt zurück | Der dünne Hub
Auf der Insel 65
Hub kehrt zurück 65
Der Halsmuskel 66
Hub möchte sich eine Identität zulegen 67
Die Unterwassertauchschule 69
Ein Zeichen des Himmels 71
Das trockene Auge 72
Die Welt des Balles 73
Das ist mein Kopf und kein Hut 74
Hubs Märchenbuch 78
Der Tod des Vaters 80
Sind Menschen Springböcke? 81
Der einzige normale Mensch weit und breit 82
Hub verwandelt sich in einen Schmetterling 83
Das Loch in der Hose 85
Hubs Katze feiert Weihnachten 87
Der Lichtsammler 88
Die Zeit und Hub 91
Hub lässt die Puppen tanzen 92
Besuch bei Dr. Weißnicht 97
Im Reisebüro 99
Das kleine Haus 101
Der dicke Mann im Flugzeug 102
Die Buchstabensuppe 105
Im Luxushotel 106
Unter dem Ventilator 107
Hub wird klein massiert 108
Mr. Klein und die Brausetablette 109
Die Brille des Mönchs 111
Hub als Meister 112
Hub kann in keinen Stein hineingehen 114
Der Rikschafahrer 115
Beim Astrologen 116
Auf dem Rummel 118
Wettlauf mit dem Wissen 119
Das Fürzeug 119
Blick in die Kindheit 120
Hub bringt Unordnung in sein Unwissen 121
Der Schwindel 122
Hub und seine Technik des doppelten Missverständnisses 123
Auf dem Bahnhofsklo 124
Das Schiff 125
Hub heiratet 126
Die chinesische Sackgasse 128
Die neue Kindheit des Börsenmaklers 129
Hub wird verfolgt 130
Der Lokomotivführer 132
Warum die Dinosaurier in
Wahrheit ausstarben 134
Hub im Zeugungsreigen 135
Hub verliert Worte 136

Bilderverzeichnis 139
Essay
Proteus´ Reise in die Moderne oder: »Hub
und seine Verwandten« (Johannes Farr) 141


LESEPROBE
Die Schildkröte im Kies

Hub sitzt im malerischen Garten eines Weinkontors. Das goldene Licht der untergehenden Sonne, der fruchtige Wein und die vielen netten Menschen erfüllen Hub mit Freude. Seit einigen Stunden sitzt er da. Hub hat das Gefühl, dass es an der Zeit ist, nach Hause zu gehen. Doch er findet den Augenblick des Abschieds nicht. Immer gibt es noch einen Grund, seinen schönen Moment im Garten zu verlängern.
Der Wein schmeckt so gut. Den letzten Blick auf die duftende Linde im Garten, den Sonnenuntergang, die Kieselsteine unter seinen Schuhen und dann ins Glas will er einfach nicht hergeben. Erneut schaut er ein letztes Mal auf die duftende Linde im Garten, den Sonnenuntergang, die Kieselsteine unter seinen Schuhen und ins Glas. Hub muss die Abfolge der Blicke immer wiederholen.
Die Sonne ist nun verschwunden und das Glas ist leer. Der letzte schöne Moment ist verbraucht. Hub muss unbedingt noch einen neuen, letzten Wein trinken.
Ein Mann im beigen Anzug setzt sich an Hubs Tisch und sagt:
»Ich habe Sie beobachtet. Sie haben die ganze Zeit erst auf die Linde, dann in die Sonne und zu den Kieselsteinen geschaut, um dann ins Glas zu gucken. Haben Sie eine Manie?«
»Nein«, sagt Hub. »Dieser Moment ist nur zu schön, um zu gehen.«
Hub und der Mann im beigen Anzug trinken aus Forschungszwecken eine Menge Wein. Hubs getrunkener Alkohol verflüchtigt sich schnell durch eine spezielle Verwertungstechnik seines Körpers. Der Mann im beigen Anzug schaut betrübt auf das Meer der Kieselsteine unter dem Tisch.
»Mein Leben«, lallt der Mann mit lahmer Zunge, »ist ein wahres Jammertal. Erst habe ich meine Arbeit verloren, dann meine Frau und mein Haus. Letztendlich durch meine schlechte Laune auch meine Freunde. Es ist ein Jahr der Abschiede. Das Sein drückt mich so.«
»Das hört erst auf, wenn es nachlässt«, verkündet Hub. »Übrigens: urkomisch, wie Sie zu den Kieselsteinen schauen! Schauen Sie doch auf mich und die Menschen hier im Garten, dann sehen Sie, dass es überhaupt keinen Abschied gibt. Alles bleibt da, es gibt keinen letzten Moment. Nichts und Niemandem kann man aus dem Wege gehen. Noch nicht mal einem wohlschmeckenden Glas Wein.«
Hub prostet dem halb vollen Glas Wein des Mannes zu, das auf dem Tisch steht. Der Mann im beigen Anzug beugt sich vornüber zum Boden hin, nur noch sein krummer Rücken ist zu sehen. Seine schlaffen Arme baumeln seitlich vom Stuhl herunter. Hub hat das Bild einer Schildkröte mit ihrem dicken Panzer vor Augen.



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